IG BAU - die tun was!


18. Oberfränkisches IG BAU-Seniorentreffen

Traditionsveranstaltung mit rund 300 Personen

Jürgen Wallner, Bürgermeister Werner Burger, Günther Schmidt, Eva-Maria Pfeil, Bundesseniorenbeauftragte der IG BAU, Lena Zimmermann, stv. Regionalleiterin IG BAU Franken
Jürgen Wallner, Bürgermeister Werner Burger, Günther Schmidt, Eva-Maria Pfeil, Bundesseniorenbeauftragte der IG BAU, Lena Zimmermann, stv. Regionalleiterin IG BAU Franken
28.07.2017
Der oberfränkische Seniorenbeauftragte Günther Schmidt freute sich beim 18. Oberfränkischen Seniorentreffen am 28. Juni 2017 in Grafengehaig rund 300 Personen begrüßen zu können. Zeige dies dich, dass die Senioren auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsleben treu zu ihrer Gewerkschaft stehen und sich aktiv einbringen.

„Habt eine gute Unterhaltung sowie Spaß und Freude im vertrauten Kreise“, wünschte Schmidt den Gekommenen.

Eva-Maria Pfeil, die ehrenamtliche Seniorenbeauftragte des Bundesvorstands der IG BAU berichtete von den vielfältigen Tätigkeiten und der Unterstützung der Senioren bei der aktiven Gewerkschaftsarbeit. Knapp 30 Prozent der IG BAU-Mitglieder stehen nicht mehr im Arbeitsleben. In den bundesweit 56 Bezirksverbänden arbeitet in 54 der Seniorenarbeitskreis aktiv mit. Diese intensive Arbeit für die Gewerkschaft genießt große Wertschätzung. Die Zahl der über 60-jährigen nimmt weiter zu. Eva-Maria Pfeil betont: „Damit sind wir eine Macht in unserer IG BAU!“

Pfeil ging auf die bundesweite Seniorenkonferenz in Erfurt ein, die die Themen Rente, Wohnen, Gesundheit und Pflege zum Inhalt hatte. Sehr deutlich sei dabei auch geworden, dass die Rente für ein gutes Leben reichen muss.

In Erfurt wurde auch das Thema Bürgerversicherung diskutiert und gefordert, dass alle – auch Selbständige und Beamte – in die Rentenkasse einzahlen müssen.

In einer Umfrage unter den über 60-jährigen IG BAU-Mitgliedern ergab, dass bei nahezu 40 Prozent der Befragten, die Rente nicht ausreicht um den erarbeiteten Lebensstandard zu halten. Vor allem in den Ballungszentren der großen deutschen Städte herrscht ein großer Mangel an bezahlbarem und alternsgerechtem Wohnraum.
 
Die stellvertretende Regionalleiterin der IG BAU in Franken, Lena Zimmermann, ging in ihrer Ansprache auf die aktuellen Mitgliederzahlen der Region ein. Unter den 17.240 IG BAU-Mitgliedern sind 5.500 Rentner.

Zimmermann warb darum, daran mitzuarbeiten, noch mehr Menschen für die aktive Gewerkschaftsarbeit zu gewinnen. Im Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis dürfe gern noch häufiger über die Erfolge und Leistungen der IG BAU gesprochen werden.

Die stellvertretende Regionalleiterin berichtete über das Problem, dass zunehmend mehr Arbeitgeber gewerkschaftliche Arbeit im Betrieb behindern und zunehmend unterbinden.

Im Hinblick auf die Einkommen der Beschäftigten steht für die IG BAU fest, dass der gesetzliche Mindestlohn von aktuell 8,84 Euro viel zu gering ist, um im Alter davon leben zu können. Um nicht von Altersarmut bedroht zu sein, ist bei einer Vollzeitbeschäftigung ein Stundenlohn von über 17 Euro notwendig.

Auf die kommende Bundestagswahl am 24. September 2017 eingehend, mahnte die Rednerin, dass an den Arbeitnehmerrechten nicht weiter gerüttelt werden darf. "Wir erwartenb von der Politik, dass die Finanzierung der Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung langfristig gesichert wird", so Zimmermann. Die stellvertretende Regionalleiterin bedankte sich bei den Kolleginnen und Kollegen für ihreTreue zu ihrer Gewerkschaft und ihr langjähriges Engagement in der IG BAU.

Grafengehaigs Bürgermeister Werner Burger entbot allen Gästen ein herzliches Willkommen im Markt Grafengehaig und stellte seine Gemeinde vor. Er freue sich, dass das IG BAU-Seniorentreffen nunmehr in ununterbrochener Folge zum 18. Male im Frankenwald stattfinde und damit zum festen Bestandteil des örtlichen Veranstaltungskalenders gehöre. Burger machte die BAU-Senioren zudem auf die im kommenden Jahr anstehende 700-Jahrfeier des Ortes aufmerksam.

Eine gute Bewirtung stelle das Team des Sportvereines Grafengehaig sicher. „Es klappt einfach wieder einmal prächtig und ich wünsche allen gute Gespräche heute Nachmittag“, sagte Burger. Er vergaß nicht auf die Stände des „Lädla“ mit Spezialitäten und des Strickkreises im Foyer mit vielen Köstlichkeiten aus der Region und schönen Sachen als Mitbringsel hinzuweisen. Für die musikalische Unterhaltung sorgte in gewohnter Weise Jürgen Wallner mit seinem Akkordeon.

IG BAU

Eva-Maria Pfeil bei ihrer engagierten Rede.