Medien und Presse


60 Jahre Römische Verträge: EU muss wieder sozialer werden


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 24.03.2017
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) setzt sich für ein starkes, solidarisches und demokratisches Europa ein. Anlässlich des morgen gefeierten 60. Jahrestages der Römischen Verträge gibt es vielerorts Pro-Europa-Kundgebungen. Die IG BAU ruft ihre Mitglieder dazu auf, sich daran zu beteiligen.

„Wir werden Europa weder den Engstirnigen und rückwärtsgewandten Nationalisten überlassen noch neoliberalen Ideologen. Es gibt eine Mehrheit, die sich ein einiges Europa wünscht, in dem die Menschen friedlich und solidarisch zusammenleben und nicht gegeneinander ausgespielt werden. Diese Mehrheit muss auf Plätzen und Straßen sichtbar werden“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.

„Die Krisen haben eine Veränderung in der EU in Gang gesetzt, die wir als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mitgestalten wollen. Lange wurden unsere Warnungen und Forderungen nicht ernst genug genommen. Politiker wie auch Verwaltungsbeamte müssen jetzt endlich lernen, dass nicht jeder, der an Brüssel Kritik übt, deswegen schon ein Antieuropäer ist.“

Die IG BAU fordert, die Menschen wieder in den Mittelpunkt der EU-Politik zu stellen. Das bedeutet ein Ende der völlig überzogenen Sparpolitik, den Stopp des Sozialabbaus und ein Ende des Dumpingwettbewerbs auf dem Rücken der Beschäftigten.

„Die Ängste der Menschen in der EU sind nicht einfach aus der Luft gegriffen. Sie haben reale Ursachen“, sagte Feiger. „Viele EU-Politiker machen es sich zu einfach. Sie zeigen auf nationale Politiker, die Brüssel kritisieren und behaupten, deshalb sei die EU bei den Menschen unbeliebt. Solche Überheblichkeit wollen und können wir uns nicht mehr leisten. Deshalb ist es gerade an einem Tag wie dem 60. Jubiläum der Römischen Verträge wichtig, für ein freies, offenes und soziales Europa Flagge zu zeigen.“