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ARD radiofeature "Zins und Zockerei ade": Gegenmodell zur Wall Street


© hldg / www.pixelio.de
17.01.2013
Im Schatten der Finanzmarktkrise wächst ein junger Bankenzweig, in dem Nachhaltigkeit wichtiger ist als maximales Gewinnstreben. Der Wirtschaftsjournalist Caspar Dohmen taucht in seinem ARD radiofeature ein in die Szene der Alternativbanken:

Sie verzeichnen zweistellige Wachstumsraten und kommen bislang gut durch die Krise. In einer vergleichenden Studie der Rockefeller-Stiftung schnitten sie im Zeitraum 2001 bis 2011 bei der Gesamtkapitalrendite sogar besser ab als die "systemrelevanten" Platzhirsche. Können die "neuen" Banken sogar ein Vorbild sein für traditionelle Häuser?

Das erste ARD radiofeature 2013 geht dieser Frage nach und ist ab 23. Januar in sieben Wort- und Kulturprogrammen der ARD zu hören:

Sendetermine:
SWR2: Mittwoch, 23. Januar, 22.05 Uhr
SR 2 KulturRadio: Samstag, 26. Januar, 9.05 Uhr
Bayern 2: Samstag, 26. Januar, 13.05 Uhr
Nordwestradio (RB): Sonntag, 27. Januar, 9.05 Uhr
NDR Info: Sonntag, 27. Januar, 11.05 Uhr
WDR 5: Sonntag, 27. Januar, 11.05 Uhr
hr2 Kultur: Sonntag, 18.05 Uhr.

Im Internet steht das Feature unter www.radiofeature.ard.de ebenfalls ab 23. Januar zur Verfügung.

Während in Deutschland, den Niederlanden und Italien schon seit über einem Jahrzehnt alternative Banken existieren, wurde in Österreich 2010 der "Verein zur Gründung einer Demokratischen Bank" gegründet. Das ARD radiofeature begleitet die Initiatoren, zu denen auch erfahrene Bankerinnen und Banker gehören, auf dem Weg zu einer genossenschaftlich geführten, demokratisch organisierten Bank. Sie soll verzichten auf Investmentbanking, Derivatehandel, Spekulationsgeschäfte, Bonus-Zahlungen und einen Börsengang. Doch die Hürden sind für Banken-Gründer nach dem Ausbruch der Bankenkrise höher geworden als früher.

Caspar Dohmen arbeitete als Finanzreporter beim Handelsblatt und als Wirtschaftskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Heute lebt und arbeitet er als Autor für Finanz- und Wirtschaftsthemen in Köln und Berlin. Zu seinen Veröffentlichungen zählen die Bücher "Good Bank. Das Modell der GLS Bank" (2011) und "Let's make Money. Was macht die Bank mit unserem Geld?" (2009) u.v.a.