Gebäudereinigung


Ab Januar: Dickere Lohntüten für die 815.800 Gebäudereiniger in Deutschland

„Sauberer Lohn“ fürs Putzen: 8,82 Euro bzw. 7,33 Euro pro Stunde ist das neue Lohn-Limit


© IG BAU (R+W)
16.01.2012
Sauberes Lohn-Plus fürs Putzen: Die rund 815.800 Gebäudereiniger in Deutschland verdienen ab Januar mehr Geld. Darauf hat die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU hingewiesen. Eine Reinigungskraft, die Vollzeit arbeitet, habe jetzt im Westen monatlich gut 45 Euro mehr, im Osten 55 Euro mehr auf dem Lohnzettel.

Der neue Mindestlohn in der Gebäudereinigung betrage in den alten Bundesländern 8,82 Euro pro Stunde, in den neuen Bundesländern 7,33 Euro pro Stunde. „Kein Unternehmen und kein Privathaushalt darf weniger bezahlen. Wer das tut, macht sich strafbar“, sagt Frank Wynands vom Bundesvorstand der IG BAU.

Der Gewerkschafter verweist darauf, dass für Glas- und Fassadenreiniger, die in der Gebäudereiniger-Gewerkschaft sind, ab sofort im Westen ein neuer Tariflohn von 11,68 Euro gilt, im Osten sind es 9,32 Euro.

Einen kräftigen Zuschlag gibt es ab Januar auch für die Auszubildenden in der Gebäudereinigung: Im ersten Lehrjahr bekommen sie im Westen monatlich 20 und im dritten Lehrjahr sogar 30 Euro mehr – ein Plus von 3,7 Prozent. In den neuen Bundesländern sind es sogar 45 bzw. 65 Euro mehr – ein Plus von gut 11 Prozent. „Am Ende seiner Ausbildung hat ein West-Gebäudereiniger-Azubi damit jetzt 820 Euro pro Monat auf dem Konto, sein Kollege im Osten kommt auf 650 Euro“, so Wynands. Die Arbeitgeber der Gebäudereiniger-Branche hätten eingesehen, dem Nachwuchs mehr bieten zu müssen. So sei es gelungen, den Beruf insgesamt attraktiver zu machen.

„Immerhin ist die Gebäudereinigung ein Handwerk. Hier wird eine ebenso saubere wie qualifizierte Arbeit gemacht. Und die hat ihren Preis. Chemie und Materialkunde spielen dabei eine große Rolle. Das ist heute schon fast eine Wissenschaft für sich“, so Frank Wynands.

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