Medien und Presse


Äußerungen von Koch sind zynisch und unanständig

Roland Koch betreibt Unternehmensführung wie von gestern


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 03.07.2014
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt Bilfinger-Chef Roland Koch vor einer Gewinnmaximierung zu Lasten der Beschäftigten. Laut Berichten hat der ehemalige hessische CDU-Ministerpräsident einen beachtlichen Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt. Im gleichen Atemzug verwies er jedoch darauf, dass die Dividende der Aktionäre nicht angetastet werde.

Fassungslos reagiert der Stellvertretende Bundesvorsitzende der IG BAU Dietmar Schäfers auf diese Aussage: „Die Aussage von Roland Koch ist inakzeptabel, zynisch und unanständig. Koch spricht von einem erheblichen Personalabbau bei Bilfinger, aber beruhigt die Shareholder mit gleichbleibender, hoher Dividende (drei Euro pro Aktie). Das funktioniert nach dem Motto: ‚Liebe Aktionäre, macht euch keine Sorgen, die Arbeitsplätze sind futsch, aber eure Dividende bleibt selbstverständlich unangetastet.’ All das läuft offensichtlich unter der Rubrik ‚Zukunftssicherung!’ Aber wer die Zukunft sichern will, der darf die Lasten nicht einseitig bei den Beschäftigten abladen. Die Aktionäre müssen ihren Teil dazu beitragen. Darum: Runter mit der Dividende! Lasten gerechter verteilen und Arbeitsplätze sichern", so Schäfers.

Aus Sicht der IG BAU sollten beide Aussagen wohl der Beruhigung der Börsenspekulanten dienen, was sich jedoch als Flop erwies. Der Aktienkurs von Bilfinger verlor im Anschluss an die Äußerungen Kochs deutlich an Wert. „Das Schielen auf den Aktienkurs im Minutentakt kann nicht zum Maßstab einer verantwortungsvollen Unternehmenspolitik gemacht werden,“ sagte Schäfers. „Die alte Gleichung: schlechte Nachrichten für die Beschäftigten sind gute Nachrichten für die Börse, gilt in Zeiten des Fachkräftemangels nicht mehr - wie die Reaktion der Märkte sehr deutlich gezeigt hat.“

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