
76 Prozent der Belegschaft stimmten für die Gewerkschaft. Dieser Abstimmungserfolg ist der erste Schritt im Kampf für Arbeitnehmerrechte und soziale Gerechtigkeit für diese Mitarbeiter von Swedwood. Nach den gewerkschaftsfeindlichen Gesetzen der USA ist dieser Schritt notwendig gewesen, damit die IAM bei Widerstand der Firmenleitung überhaupt beginnen darf, Mitglieder bei Swedwood aufzunehmen und für sie Tarife auszuhandeln.
Obwohl sich IKEA in einem weltweiten Rahmenabkommen mit der BHI bereits vor einigen Jahren dazu verpflichtet hatte, ihren eigenen Beschäftigten den ungehinderten Beitritt zu Gewerkschaften und diesen freie Betätigung zu gewähren, hatte das Management zunächst auf der Abstimmung bestanden und dann versucht, deren Ausgang mit massivem Druck zu beeinflussen, um das Tätigwerden der IAM zu verhindern.
Ohne das Abkommen im Rücken und die dadurch gesteigerte weltweite Aufmerksamkeit wäre dieses Vorhaben wahrscheinlich auch gelungen, denn Danville liegt in einer strukturschwachen Region mit hoher Arbeitslosigkeit. Dieser Plan konnte aber - nicht zuletzt durch die weltweiten Solidaritätsaktionen der BHI - durchkreuzt werden.
Wenige Tage vor der Abstimmung hatte die IG BAU-Jugend ihren Teil zu dieser weltweiten Bewegung durch Aktionen am Deutschlandsitz und in der Filiale von IKEA in Wallau beigetragen. Das Video dieser Aktion wurde von unseren amerikanischen Kolleginnen und Kollegen in den letzten Stunden vor der Abstimmung genutzt, um den Arbeiterinnen und Arbeitern bei Swedwood Mut zu machen. Die IAMAW dankt allen Beteiligten.