Verbreitet und bekannt gemacht wurde der Fragebogen über einen Artikel in der IG BAU-Mitgliederzeitschrift „Der Grundstein/Der Säemann“, Verlinkung auf www.igbau.de und Anschreiben an die Betriebsräte der Branche. Insgesamt haben 59 Arbeitnehmer an der Umfrage teilgenommen. Obwohl die Anzahl der Rückläufer nicht sehr hoch ist, spiegeln die Ergebnisse doch die Realität wider.
Die Vergütung und andere Arbeitsbedingungen werden entweder frei verhandelt oder vom Arbeitgeber festgelegt, dabei spielt es eine wesentliche Rolle wie die Arbeitsbedingungen im näheren Umfeld sind.
Deutlich wurde, dass Bezahlung und andere Arbeitsbedingungen bei den Kolleginnen und Kollegen aus dem Bauhauptgewerbe an der Spitze liegen, da dort ein Tarifvertrag gilt (Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe).
Die Umfrage zeigt, dass es bei den nicht tarifgebundenen Büros auf das Verhandlungsgeschick des Einzelnen ankommt. Das Ergebnis zeigt, dass den Kollegen zuwenig bekannt ist, wie die Bezahlung in anderen Büros ist. Ihre Verhandlungsposition würde dies in dem einen oder anderen Fall verbessern.
Die Fachgruppe der Architekten und Ingenieure in der IG BAU sieht daran deutlich: es lohnt sich für Architekten und Ingenieure, sich gewerkschaftlich zu organisieren, um so in den nächsten Jahren die Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zu bekommen, um u. a. Tarifverträge auszuhandeln.
Eine Bezahlung von Architekten und Ingenieuren mit 11 bis 12 Euro pro Stunde spiegelt genau so wenig deren Qualifikation wider wie ein Bauzeichner, der mit einem Stundenlohn deutlich unter 10 Euro abgespeist wird.
Für Bernd Drewelies, den Bundesfachgruppenvorsitzenden, ist klar: „Das Ergebnis der Befragung sollte die Architekten und Ingenieure dazu bewegen, sich stärker zu organisieren. Damit wir uns für eine deutliche Anhebung der unteren Löhne einsetzen können, damit in Zukunft in unserem Bereich Gehälter gezahlt werden, die auch Perspektive bieten.“
Die Auswertung der Befragung gibts zum Lesen und Downloaden.