Senioren


Auf der Donau wollen wir fahren…

12. Bundesseniorentreffen 2011 - Zweite Tour - vom 11. bis 17. Oktober 2011


© IG BAU (Eva-Maria Pfeil)
Vor der Basilika von Esztergom: Zeit für´s Gruppenfoto
01.11.2011
Dieses bekannte Kinderlied haben wir als Kinder in Thüringen sehr viel gesungen. Damals war uns die Donau fremd und unerreichbar. Jetzt konnten wir den Traum der frühen Kindheit erfüllen, indem wir mit dem Bundesseniorentreffen eine Reise auf der Donau antreten konnten mit dem Motorschiff Rossini ab Passau über Bratislava, Budapest, Wien und Wachau zurück nach Deutschland.

Im April fand das erste Seniorentreffen 2011 statt. Von einigen Teilnehmern erfuhren wir, dass die Reise sehr interessant war und das Wetter sich von seiner besten Seite zeigte. Wir waren voller Erwartungen, denn die Schilderungen des Reiseverlaufs ließen uns richtig neugierig werden.

Für uns war es die erste Teilnahme bei einem Bundesseniorentreffen. Die Atmosphäre auf dem Schiff und bei den Landgängen war angenehmen. Der erste Landausflug führte uns nach Bratislava.

Vom slowakischen Reiseleiter hörten wir viel über die Geschichte des Landes, aber auch über Franz Liszt, der hier im Alter von 8 Jahren komponierte und als Jugendlicher Konzertreisen unternahm und wie W. A. Mozart als „besonders begabt“ galt. Gegenwärtig würdigt u. a. das Bundesland Thüringen den 200. Geburtstag von Liszt und in der Dichterstadt Weimar trägt die Musikhochschule seinen Namen.

Unsere nächste Station war Budapest. Eine 4-stündige Stadtrundfahrt ins „Paris des Ostens“, die Lichterfahrt beim Ablegen des Schiffes gegen Mitternacht waren ein besonderes Erlebnis.

Am vierten Tag der Reise erreichten wir am Morgen das Donauknie. Beim Landausflug besuchten wir u. a. die Bischofsstadt Esztergom. Vor der Basilika wurde auch das Gruppenfoto mit allen Mitreisenden aufgenommen. Es war schon beeindruckend, wie wir mit den roten IG BAU Mützen hier standen und durch die Lande zogen. Ein Gefühl der Gemeinsamkeit.

In Wien-Nußdorf legten wir am nächsten Morgen an. Eine dreieinhalbstündige Stadtrundfahrt mit Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und im Anschluss in den Nachmittagsstunden individuelle Freizeitnutzung konnte uns insbesondere mit Stephansdom (eigentlich: Domkirche St. Stephan zu Wien) und Opernhaus sehr beeindrucken.

Am sechsten Tag der Reise erlebten wir die wunderschöne Landschaft der Wachau. Verbunden war ein Rundgang im romantischen Weinort Dürnstein. Dieser Tag war der krönende Abschluss, denn am nächsten Morgen erreichten wir wieder Passau.

Außer den interessanten Landgängen nutzten wir die Freizeit auf der „MS Rossini“. Bekannt wurde das Schiff durch die ZDF-Serie „Donauprinzessin“ mit der Erstausstrahlung im Jahr 1993. Bis Ende 2006 war es unter diesem Namen auf der Donau unterwegs. Der Eigentümerwechsel brachte den neuen Schiffsnamen. Der Ruf, ein Gourmet-Kreuzschiff zu sein, blieb erhalten.

Gleich am ersten Abend an Bord wurden wir von Eva-Maria Pfeil begrüßt, der Beauftragten des Bundesvorstandes für Seniorenarbeit. Sie stellte uns die Kollegen Klaus-Dieter Löhnert und Robert Schneider als unsere Begleiter und Ansprechpartner vor.

Am nächsten Tag, als das Wetter nicht für das Sonnendeck geeignet war, trafen wir uns in der Bar, um Neues über die umfangreichen Aufgaben der IG BAU zu erfahren. Ein Schwerpunkt ist die Gewinnung und Haltung von Kolleginnen und Kollegen für die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft. In diesem Zusammenhang wurden die Leistungen der Dein Plus GmbH vorgestellt. Ein Vorteil für unsere Mitglieder ist offensichtlich. Es lohnt sich, stets den „Grundstein“ zu lesen.

Ein Quiz mit acht Fragen rund um das Gewerkschaftsleben - vorgestellt in mehreren Etappen während der Abendessen - brachte reichlich Gesprächsstoff unter den Teilnehmern. Es war lustig anzusehen, wie aktiv die Seniorinnen und Senioren sich untereinander austauschten.

Nach einem schönen Aufenthalt in Wien wurden dann am Abend gemeinsam die Quizfragen aufgelöst. Keiner der Mitspieler hatte alle Fragen richtig beantwortet, so dass alle an der Verlosung von fünf Tankgutscheinen sowie Trostpreisen – mit neuem oder aufgefrischtem Wissen - teilnahmen.

Sehr gut angenommen wurde auch die tägliche musikalische Unterhaltung bei Kaffee und Kuchen in der Bar. Ein besonderes Erlebnis war das Klavierkonzert mit Werken von Bach, Beethoven, Chopin und Rachmaninoff. Die Klassik-Freunde dankten dem Pianisten mit viel Beifall.

Viermal hatten wir die Gelegenheit, einem Jubilar zum Geburtstag zu gratulieren und mit einem Ständchen alles Gute zu wünschen.

Am letzten Abend fand die Verabschiedung der Gäste mit anschließendem Kapitänsdinner statt. Im Anschluss gab es wieder geselliges Beisammensein mit Musik und Tanz.

Es war eine sehr gelungene Reise und wir danken den Organisatoren vom Bundesseniorenvorstand und dem Gemeinnützigen Erholungswerk (GEW).

Für das Jahr 2012 ist das 13. Bundesseniorentreffen auf der Insel Rügen geplant. Hier können geführte Gespräche mit neuem Stoff fortgeführt werden.


Ein Bericht von Edith und Erich Müller aus Tieftal/Thüringen.

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