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Aufstiegsfortbildung in der Bauwirtschaft – Steigende Teilnehmerzahlen zeigen Bedarf an gut qualifizierten Fach- und Führungskräften

Gemeinsame PM: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. / IG Bauen-Agrar-Umwelt/ Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.


12.12.2016
Das 2012 durch die Tarifvertragsparteien der Bauwirtschaft (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt) modernisierte System der Aufstiegsfortbildung in der Bauwirtschaft bleibt weiter ein Erfolgsmodell.

„Die Teilnehmerzahlen der durch regionale Geschäftsstellen der Tarifvertragsparteien angebotenen Prüfungen zeigen auch nach vier Jahren eine steigende Tendenz. Dies belegt, dass die Nachfrage nach gut qualifizierten Fachkräften in der Bauwirtschaft ungebrochen ist,“ erklärten die Tarifvertragsparteien der Bauwirtschaft heute bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2015 der Aufstiegsfortbildung in Berlin.

Die erste Stufe der Aufstiegsfortbildung (Vorarbeiter) absolvierten 2015 insgesamt 1.101 Teilnehmer (2014: 1.091 Teilnehmer). Die zweite Stufe (Werkpolier) wurde von 788 Teilnehmern (2014: 727) erfolgreich abgeschlossen. Am stärksten nachgefragt sind auf beiden Stufen weiterhin die breit aufgestellten Spezialisierungen in den Bereichen „Hochbau und Bauen im Bestand“ sowie „Tiefbau (Erd-, Straßen- und Kanalbau)“.

Nach wie vor hat die überwiegende Anzahl der Prüfungsteilnehmer eine abgeschlossene bauwirtschaftliche Berufsausbildung (79 Prozent) oder verfügt über eine andere anerkannte Ausbildung (15 Prozent). Darüber hinaus sind – wie schon in den vergangenen Jahren auch – insgesamt 108 Teilnehmer (6 Prozent) aufgrund ihrer langjährigen Berufserfahrung in der Bauwirtschaft zur Prüfung zugelassen worden und konnten ihre Kompetenz beweisen. Gerade vor dem Hintergrund von zunehmenden Fachkräfteengpässen gibt die Aufstiegsfortbildung damit auch Personen, die bislang ohne eine formale Qualifizierung am Bau tätig waren, die Möglichkeit, in einem fortgeschrittenen Alter eine anerkannte Qualifizierung zu erreichen. So war der älteste Prüfungsteilnehmer 58 Jahre alt, der jüngste 20.

„Die Aufstiegsfortbildung der Bauwirtschaft trägt mit ihren zahlreichen Weiterqualifizierungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen nach der regulären Ausbildung zur erheblichen Verbreiterung der Karrierechancen am Bau bei, eröffnet aber auch Mitarbeitern mit langjähriger Berufserfahrung eine neue Perspektive,“ so die Tarifvertragsparteien.