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Aus Fremden können Freunde werden


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
22.12.2015
Eine besinnliche Weihnachtszeit wünschen wir uns dieser Tage gegenseitig. Es ist ein berechtigter Wunsch, denn die Realität sieht anders aus. Wir erleben Menschen, die nicht besonnen sind, sondern wie von Sinnen alles Fremde unter Generalverdacht stellen. Manche von ihnen fühlen sich sogar im Recht, wenn sie auf Andersdenkende und Fremde einprügeln, Scheiben einschlagen und Häuser in Flammen setzen. Im Kampf gegen gar nicht bestehende Gefahren werden sie selbst zu einer echten Bedrohung.

Diese Gewalt von rechts muss der Staat ernsthaft verfolgen. Die Mittel sind vorhanden, sie müssen jetzt konsequent eingesetzt werden.

Aber auch jeder von uns ist gefragt. Sympathie für Hetze und Gewalt von rechts ist zwar nicht strafbar, doch sie ist falsch. Die IG BAU wie auch die anderen DGB-Gewerkschaften erklären sich mit den Geflohenen solidarisch.

Wir müssen jetzt versuchen, die Mitläufer der Rechten wachzurütteln. Sie müssen endlich verstehen, dass AfD, Pegida und Co. die aktuelle Verunsicherung nur ausnutzen, um für ihr totalitäres Weltbild auf Stimmenfang zu gehen. Um das zu verhindern, müssen wir den Mund aufmachen, und das ist nicht immer einfach. Die IG BAU hat deshalb die wichtigsten Fakten zum Thema „Geflohene“ zusammengefasst. Fragt bei Euren IG BAU-Bezirksverbandsbüros nach den „Argumentekarten Flüchtlinge“.

Gleichzeitig kann jeder von uns ein Vorbild geben, wie ein anständiger Umgang mit Geflohenen gelingt. Dort, wo wir Fremden begegnen, können wir sie unterstützen – etwa im Betrieb, indem wir sie auf ihre Arbeitnehmerrechte hinweisen oder auf Bildungs- und Beratungsmöglichkeiten.

Wenn jeder ein bisschen auf die Fremden zugeht, sind sie bald nicht mehr fremd. Vielleicht entstehen sogar neue Freundschaften. In der Hoffnung, dass uns dies gelingt, wünsche ich Euch und Euren Lieben schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger in der IG BAU-Mitgliederzeitschrift "Der Grundstein/Der Säemann", Ausgabe 12/2015-01/2016.

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