Junge BAU


BHI Global Young Workers Festival: Klaus Wiesehügel diskutiert in Maierhöfen mit internationalen jungen Gewerkschaftern

BHI-Präsident Klaus Wiesehügel mittendrin
BHI-Präsident Klaus Wiesehügel mittendrin © GEW / Patrick Reymann
14.06.2013
In Maierhöfen treffen sich seit gestern junge Gewerkschafter aus der ganzen Welt zum „Global Young Workers Festival“ der Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI). Die IG Bauen-Agrar-Umwelt beteiligt sich maßgeblich an der Organisation und ist mit vielen aktiven und hauptamtlichen Mitgliedern vertreten. Mit dabei ist Klaus Wiesehügel, IG BAU-Bundesvorsitzender und Präsident der Bau- und Holzarbeiter-Internationale. Heute hielt er ein Seminar über Jugendarbeitslosigkeit.

Es sei absurd, dass ältere Beschäftigte vor dem Renteneintritt immer länger im Beruf bleiben und „sich zum Arbeitsplatz schleppen, während junge keine Arbeit haben“, sagte Wiesehügel.

Mit den Teilnehmern diskutierte er darüber, wie das Problem in verschiedenen Ländern in den Griff zu bekommen ist und was junge Gewerkschafter dazu beitragen können. Dabei griffen die Teilnehmer Themen wie Ausbildungsplatzmangel, Frauen in der Wirtschaft und Arbeitsmigration auf.

In vielen Ländern fehle die Unterstützung der Politik, so auch in Nepal. „Wir brauchen mehr Partizipation von Beschäftigten in den politischen Parteien“, forderte Smritee Tamang Lama von der Bauarbeitergewerkschaft CUPPEC NEPAL. Jeden Tag verließen unzählige junge Nepalesen ihre Heimat, um ihr berufliches Glück in anderen Ländern zu suchen.

Anders sei es in der Schweiz: Sabine Hunger von der SYNA-Gewerkschaft lobte die niedrige Arbeitslosenquote bei Jugendlichen. Sowohl die Schweizer Politik, als auch viele Unternehmen unterstützten junge Menschen in ihrer Entwicklung. „Gebt den jungen eine Ausbildung, dann bleiben sie auch im Land“, sagte sie.

Klaus Wiesehügel betonte den Unterschied zwischen Unternehmen, die in einem Land verwurzelt sind, und internationalen Konzernen ohne Bindungen. „Ein Problem ist: Die multinationalen Konzerne fühlen sich nicht verantwortlich. Wir brauchen mehr Zusammenspiel von heimischen Unternehmen und Gewerkschaften, um die Macht der Multis zu brechen“, sagte er.

© GEW / Patrick Reymann
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Ein Beitrag unseres Volontärs Julian Fath.