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Baubranche muss für Frauen attraktiver werden


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 27.01.2015
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) wirbt für mehr Frauen in Bauberufen. „Die Bauwirtschaft muss verstärkt auch Frauen für die Arbeit im gewerblichen Bereich auf Baustellen interessieren. Sie haben ebenso das Potential, Wände zu mauern oder Baumaschinen zu führen wie Männer“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.

Hierzulande sind Frauen in Bau- und Ausbauberufen eine Ausnahme. Viele von ihnen fürchten einen harschen Umgangston auf Baustellen und Vorurteile der Chefs gegenüber ihren Leistungen. „Frauen können gerade im gewerblichen Bereich eine Bereicherung sein“, sagte Schäfers. „In den seltenen Fällen, wo sie jetzt schon auf Baustellen arbeiten, sind die Erfahrungen gut. Oftmals trägt ein gemischtes Team sogar zu einem besseren Arbeitsklima bei.“

Gerade angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels hält es die IG BAU für überfällig, aktiv auf Mädchen und Frauen zuzugehen. „Das ständige Klagen über fehlenden Nachwuchs am Bau nützt nichts. Dadurch wird die Lücke nicht geschlossen“, sagte Schäfers. „Arbeitgeber müssen neue Wege ausprobieren, um auch in Zukunft ausreichend Mitarbeiter zu finden. Dazu gehört es, nicht nur Frauen für die Branche zu begeistern, sondern auch den vielen Jugendlichen eine Chance zu geben, die nach wie vor in Warteschleifen stecken und auf einen Ausbildungsplatz warten. Immer wieder zeigt sich, dass die Schulnoten wenig über die praktischen Qualitäten aussagen. So mancher, der in der Schule sehr schlecht abgeschnitten hat, mausert sich zu einem herausragenden Mitarbeiter.“

Schäfers begrüßt darüberhinaus, dass es nun endlich eine zunehmende Debatte für ein Einwanderungsgesetz in Deutschland gibt. „Wir brauchen Einwanderung, auch um ausreichend Fachkräfte für die Wirtschaft zu sichern.“

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