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Berufskrankheit Heller Hautkrebs: IG BAU warnt vor Gesundheitsrisiko durch zuviel Sonne


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 05.11.2014
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) begrüßt die heute erklärte Anerkennung des sogenannten hellen Hautkrebs (Stachelzellkrebs oder Plattenephitelkarzinom) und seiner Vorstufen (aktivische Keratosen) als Berufskrankheit durch das Bundesarbeitsministerium. „Der Schritt von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles erleichtert den Betroffenen ihre schwierige Situation.

Gleichzeitig macht diese Maßnahme deutlich, dass Menschen, die sich lange im Freien aufhalten, ein Risiko eingehen, wenn sie sich zu wenig gegen Sonnenstrahlen schützen“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. „Dies kann man nicht stark genug betonen. Gerade weil Deutschland nicht so sonnenverwöhnt ist, wie Südeuropa, bestehen hier kaum Bedenken, sich ohne UV-Schutz draußen aufzuhalten. Das ist ein fataler Irrtum.“

Seit Jahren warnt die IG BAU die Beschäftigten auf dem Bau und auch in der Landwirtschaft vor der Hautkrebs-Gefahr durch zuviel Sonne. So werden auf Baustellen und Feldern etwa UV-Messkarten verteilt. Sie zeigen an, wieviel Strahlung der Einzelne aktuell ausgesetzt ist. Wird es Zeit, sich einzucremen, verfärbt sich der Messstreifen. Damit für diesen Fall auch Creme zu Hand ist, wird diese gleich mitverteilt. Im kommenden Jahr startet die IG BAU zum Thema „heller Hautkrebs“ zudem eine eigene Aufklärungskampagne.

„Mit unseren Aktionen wollen wir das Problembewusstsein bei den Arbeitnehmern stärken. Es ist möglich, sich zu schützen. Hier trägt in erster Linie jeder für sich selbst Verantwortung. Jedoch wäre es eine schöne Geste, wenn auch die Arbeitgeber vor den Risiken für ihre Mitarbeiter nicht die Augen verschließen“, sagte Schäfers. „Neben viel Wasser – gerade im Sommer – können sie ausreichend Sonnencreme verteilen und ihre Beschäftigten ermutigen, diese auch wirklich zu benutzen.“