IG BAU - die tun was! (2006)


Bezirksverband Mainfranken verhilft Gebäudereinigern zu Nachzahlung


© IG BAU
Würzburg, 17.11.2006
Unmögliche Arbeitszeiten und miserable Bezahlung der Beschäftigten einer Gebäudereinigungsfirma in der Uni-Klinik Würzburg riefen die IG Bauen-Agrar-Umwelt Mainfranken auf den Plan. Das Ergebnis: mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen.

„Tariflohn gleich Zeitlohn im Gebäudereinigungshandwerk! Dies sollte auch die Gebäudereinigungsfirma Schubert wissen“, meint Johannes Schader, Geschäftsführer der IG BAU-Mainfranken. Schader kritisierte, dass für Serviceleistungen wie Betten machen im Krankenhaus nur ein Pauschalbetrag pro gemachtes Bett gezahlt würde. „Waren viele Betten zu machen, gab es Stress pur, ansonsten gab es nichts zu verdienen,“ berichtete Schader. Zusätzlich hätten unmögliche Arbeitszeiten, geteilte Dienste von 5.30 bis 11 Uhr und dann wieder ab 15 Uhr sowie ständiges Anfordern aus dem Urlaub die Arbeitsbedingungen menschenunwürdig gemacht.

Gemeinsam mit ihren Mitgliedern diskutierten die Gewerkschaftsvertreter mögliche Lösungsansätze. Da sich die Arbeitnehmerinnen nicht trauten, ihre Forderungen schriftlich zu stellen, wurde die Betriebsratsvorsitzende eingeschaltet. Im Ergebnis bekamen die Reinigungskräfte Nachzahlungen von bis zu 450 Euro und arbeiten jetzt in normalen Schichten.

„Unser Einsatz hat sich in barer Münze und besseren Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten ausgezahlt. Doch nicht nur das. Sie gehen heute mit einem größeren Selbstbewusstsein durch ihr Objekt und wissen, dass die IG BAU ihnen Rückhalt gibt“, freut sich Carmen Schulze Gewerkschaftssekretärin der IG BAU .

Würzbug ist kein Einzelfall. In vielen Krankenhäusern und anderen Objekten werden die Beschäftigten um tarifliche Ansprüche betrogen. Sie wissen häufig nicht, was ihnen zusteht und haben nicht den Mut, sich allein zu wehren. Mit einer Aktionswoche speziell in Krankenhäusern klärt die IG BAU derzeit die Beschäftigten des Gebäudereinigerhandwerks über die tariflichen Ansprüche auf und macht ihnen Mut, etwas zu verändern.

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