Bauhauptgewerbe


Bilanz und Ausblick - Bundesfachgruppenkonferenz Bauhauptgewerbe


© zplusz/A. Stephan
03.02.2015
Um ihre Ziele und Arbeitsschwerpunkte für 2015 zu diskutieren und gemeinsame Aktivitäten festzulegen, kamen rund hundert aktive Gewerkschafter/innen am 30. und 31. Januar nach Darmstadt zur Bundesfachgruppenkonferenz Bauhauptgewerbe. „Das vergangene Jahr war für die Bau-Branche sowie den Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) ein erfolgreiches Jahr.

Der Mitgliederanteil ist der höchste in der Gesamtorganisation IG BAU und stabilisiert sich seit Jahren konstant. Das ist ein Zeichen für kontinuierliche Gewerkschaftsarbeit und einer guten Tarifpolitik. Das haben WIR gemeinsam in den zurückliegenden Jahren erreicht“, so das Resümee der IG BAUler.

In seinem Referat zog IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger zu „einem Jahr Große Koalition aus Sicht der IG BAU“ Bilanz: „An einigen Stellen, wie bei der Rente ab 63, dem Mindestlohn und den Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente, haben wir etwas erreicht. Bei den Themen ‚Öffentliche Investitionen’, ‚Regulierung von Leiharbeit’ und ‚Flexible Altersübergänge’ erkennen wir, dass sich die Große Koalition in die richtige Richtung bewegt. Und bezüglich Sachgrundloser Befristungen und TTIP/CETA müssen wir noch stärker Druck machen.“

Die aktuelle „Entwicklung der Bauwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland und Europa“ beleuchtete der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers: „Die Bauwirtschaft mit ihrem Bauausbau- und Baunebengewerbe sowie der GaLaBau sind ganz bedeutende Wirtschaftsfaktoren in Deutschland. Zurzeit gibt es einen Bauboom, der auch mit der momentanen Zinsentwicklung zu tun hat.“ Nur bei den Löhnen ginge es noch immer nicht gerecht zu. „WIR als IG BAU müssen dafür sorgen, dass sich das ändert.“ Deshalb Schäfers Appell an die Delegierten: „Macht Euch in den Betrieben für korrekte Eingruppierungen der Löhne und Gehälter stark. Denn zur fairen Arbeit gehört eine faire Bezahlung.“

Aber nicht nur faire Einkommen, sondern auch gute Rahmenbedingungen, wie der Arbeits- und Gesundheitsschutz, haben für die IG BAU im Rahmen ihres Schwerpunktthemas „Faire Arbeit Jetzt!“ hohe Priorität. Deshalb wird in diesem Jahr besonderes Augenmerk auf die Themen „Rußpartikelfilter in Baumaschinen“ und „Heller Hautkrebs“ gelegt. Letzterer ist seit Januar eine anerkannte Berufskrankheit.

In getrennten Arbeitskreisen berieten die Mitglieder der Bundesfachgruppen (gewerbliche Arbeitnehmer und Angestellte des Bauhauptgewerbes, Isolier-, Fliesenleger-, Putz- und Stuckgewerbe, Feuerungstechnisches Gewerbe, Garten- und Landschaftsbau) ihre gewerkschaftlichen Ziele und Arbeitsschwerpunkte für 2015.

Ein Beitrag unserer Kollegin Gerlinde Dickert.