Junge BAU


Bundesjugendausschuss : Weichen gestellt

Robert Feiger stellt das Tarifergebnis für das Bauhauptgewerbe vor
Robert Feiger stellt das Tarifergebnis für das Bauhauptgewerbe vor © IG BAU (Jan Meyer)
22.04.2013
„Wir haben in den nächsten vier Jahren viel vor – lasst es uns angehen“, mit diesen Worten beendete der neue Bundesjugendvorsitzende der IG BAU, Harry Gosch, die Sitzung des Bundesjugendausschusses in Nürnberg am vergangenen Wochenende. Die Tagesordnung war prall voll, stand doch neben der Neuwahl des Bundesjugendvorstandes auch die Weiterbearbeitung des Aktionsprogramms für die kommenden vier Jahre an.

Dieses war im März von der Bundesjugendkonferenz verabschiedet worden. Jetzt geht es um die Umsetzung. Im Zentrum der Aktivitäten stehen in den nächsten Jahren u.a. der Aufbau von Aktionsgruppen, die Ausweitung der Bildungsarbeit sowie von Aktionen vor Ort. Auch die Kampagne „KLARMACHEN. ANPACKEN. REINHAUEN“ soll ausgeweitet werden.

KLARMACHEN: Das Aktionsprogramm der nächsten 4 Jahre steht an © IG BAU (Jan Meyer)
... das geht auch mit Spass bei der Sitzung © IG BAU (Jan Meyer)

Bereits am Freitagabend hatte der Stellvertretende Bundesvorsitzende der IG BAU, Robert Feiger, das Tarifergebnis für das Bauhauptgewerbe vorgestellt. Gerade die Regelung zur Übernahme wurde von der Jungen BAU gelobt. „Das ist die Form von Sicherheit, die ich mir für mich gewünscht hätte“, sagte einer der Teilnehmer. Mit dem Ergebnis konnte zudem eine der zentralen Forderungen der Jungen BAU umgesetzt werden – ein Erfolg, den es auszuweiten gilt.

Robert Feiger appellierte indes an die Vernunft der Arbeitgeber, dem Tarifvorschlag zuzustimmen: „Das Ergebnis tut auch der Branche gut. Denn gerade die Übernahmeregelung macht eine Ausbildung im Bereich der Bauwirtschaft deutlich attraktiver. Damit kann dem oftmals beklagten Fachkräftemangel wirksam begegnet werden.“

Trotz des umfangreichen Programms zeigte der Bundesjugendausschuss auch ganz klar seine politische Position. Die Sitzung wurde unterbrochen, und gemeinsam ging man zum Ende März eingerichteten Mahn- und Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialitischen Untergrunds (NSU), um der Opfer zu gedenken und rote Nelken niederzulegen. Auf der Informationsstele ist unter anderem eine gemeinsam verfasste Erklärung der von den NSU-Morden betroffenen Städte Nürnberg, Hamburg, München, Rostock, Dortmund, Kassel und Heilbronn zu lesen. Einmal mehr wurde klar, dass die Arbeit der Jungen BAU ohne antifaschistisches Engagement nicht denkbar ist. Das Bekenntnis der jungen Aktiven an diesem Tag war eindeutig: „Nie wieder!“

Gedenken an die Mordopfer des NSU © IG BAU (Jan Meyer)
Im Gedenken an die Opfer des NSU © IG BAU (Jan Meyer)

Mit dieser Siktzung des Bundesjugendausschusses in Nürnberg hat die Junge BAU die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Jetzt geht es in die Umsetzung der Planungen vor Ort. Und Harry Gosch, der neue Vorsitzende, ist sich sicher: „Da geht was!“

Harry Gosch, der neue Bundesjugendvorsitzende © IG BAU

Der neue Bundesjugendvorstand

© IG BAU (Jan Meyer)

Von vorne: Nadine Prietzak, Natascha Fischer, Stefanie Walter, Malte Pertzsch, Oskar Hasenfuß, Stefan Weißgerber, Harry Gosch, Christian Beck und Benedikt Sartorius. Leider nicht mit auf dem Foto: Nelli Hettich und Janosch Tillmann.