Umwelt / Nachhaltige Entwicklung


Charta Zukunft Stadt und Grün übergeben

Die Unterzeichner der Charta* bei der Übergabe der Charta „Zukunft Stadt und Grün“ an CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber in der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin.
Die Unterzeichner der Charta* bei der Übergabe der Charta „Zukunft Stadt und Grün“ an CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber in der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin. © Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
Bad Honnef, 20.08.2014
Mehr Lebensqualität durch urbanes Grün, mit dieser Botschaft trafen sich am 20. August über 20 Vertreter der Charta Zukunft Stadt und Grün in der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin, um mit CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber über „nachhaltige Stadtentwicklung“ zu diskutieren.

Die Vertreter der Initiative wiesen darauf hin, dass Politik und Verwaltung die Chancen auf eine zukunftsgerechte Stadtentwicklung durch urbanes Grün vielfach ungenutzt lassen und damit den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach mehr Grün in den Städten ignorieren. Dr. Peter Tauber begrüßte die branchenübergreifende Initiative für mehr Stadtgrün und die Charta Zukunft Stadt und Grün. Gerade bei der Frage der Lebensumstände spiele die Wahrnehmung von Grün in der Stadt eine immer wichtigere Rolle. „Das Thema Stadtentwicklung und grüne Freiräume hat besonders bei jungen Menschen eine hohe Akzeptanz. Aus diesem Grund muss die CDU als Volkspartei hier Antworten auf die zukünftigen Fragestellungen in der Städteplanung bieten“, so Dr. Peter Tauber.
 
„Angesichts der Herausforderungen, denen sich die Städte durch Klimawandel, Demografie und die weiter voranschreitende Urbanisierung ausgesetzt sehen, ist eine nachhaltige Stadtentwicklungspolitik ohne urbanes Grün nicht verantwortbar“, erklärte August Forster, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) in der Diskussion. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die in der Charta Zukunft Stadt und Grün formulierten Wirkungs- und Handlungsfelder, die die vielfältigen Lösungsansätze für eine zukunftsgerechte Stadtentwicklung durch lebendiges Grün aufzeigen.
 
„Die Menschen in grünen Städten fühlen sich wohler und gesünder. Sie nutzen öffentliche Grünräume als Treffpunkt für Spiel und Sport, gleichzeitig dienen Parkanlagen als Orte der Begegnung für Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen. Damit leisten städtische Grünflächen indirekt einen wichtigen Beitrag zur Integration und erhöhen gleichzeitig die Lebensqualität in den Stadtquartieren“, sagte BGL-Vizepräsident Eiko Leitsch und führte an, dass zukünftig die Bedeutung der sozialen Funktionen von Grün in der Stadt zunehmen wird - insbesondere für das städtische Zusammenleben. In diesem Zusammenhang fügte Dr. Tauber an, dass „Gartenschauen sehr gute Beispiele für erfolgreiche Stadtentwicklungspolitik sein können. In meinem Wahlkreis stelle ich immer wieder fest, dass die Landesgartenschau in Hanau 2002 und ihre Effekte bei den Menschen bis heute positiv nachwirkt.“ Abschließend erklärte Tauber, dass in der von Julia Klöckner (stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende) geführten CDU-Kommission „Nachhaltig leben – Lebensqualität gestalten“, die im September ihre Arbeit aufnimmt und sich mit zentralen Wertefragen befasst, die vorgetragenen Lösungsansätze von Stadtgrün thematisiert werden.
 
Ziele und Inhalte der Charta Zukunft Stadt und Grün
Die Charta benennt in insgesamt acht Wirkungs- und Handlungsfeldern die vielfältigen Lösungsbeiträge von urbanem Grün für eine nachhaltige Stadtentwicklung: Abmilderung der Folgen des Klimawandels, Gesundheitsförderung, Sicherung sozialer Funktionen, Steigerung der Standortqualität, Schutz des Bodens, des Wassers und der Luft, Erhalt des Artenreichtums, Förderung von bau- und vegetationstechnischer Forschung sowie Schaffung gesetzlicher und fiskalischer Anreize.

*Im Bild:
v.l.n.r.: Dr. Hermann Kurth (BGL,) Peter Menke (Grüne Stadt), Andrea Hoffmann (Heinz Sielmann Stiftung),Christine Fischedick (Bundesarchitektenkammer), Till Hopf (NABU), Wolfgang Ansel (DDV), Norbert Nähr (Heilende Stadt), Ingeborg Paland (bdla), Eiko Leitsch (BGL-Vizepräsident), Reiner Nagel (Bundesstiftung Baukultur), Stefan Lenzen (bdla), Dr. Peter Tauber (CDU-Generalsekretär), Klaus Dallmayer (Deutscher Golfverband), Peter Paschke (BDG), August Forster (BGL-Präsident),
Peter Schnabel (eibe), Herbert Barton (BDB), Dr. Andreas Mattner (ZIA), Dietmar Schäfers (IG BAU), Harald Schröer (ZDB)