Dachdecker-, Gerüstbauer- und Steinmetzhandwerk


Dachdecker: Die Branche für den Nachwuchs attraktiver gestalten


© IG BAU (R+W)
08.07.2015
Der Dachdecker-Beruf ist vielfältig und hat Tradition. Um ihn für junge Menschen attraktiver zu machen und für Fachkräfte-Nachwuchs zu sorgen, wurde der Ausbildungsberuf Dachdeckerin/Dachdecker neu organisiert. An der Modernisierung und Neuordnung des Berufsbilds war die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) maßgeblich beteiligt.

So wurden von ihr in der Tarifrunde 2014 eine Lohnerhöhung für das dritte Lehrjahr auf 1000 Euro und eine zusätzliche Woche überbetriebliche Ausbildung durchgesetzt.

„Damit haben wir gemeinsam mit der SOKA-DACH, der Sozialkasse für das Dachdecker-Handwerk, und den Arbeitgebern den Grundstein für eine interessante und fair bezahlte Berufsausbildung gelegt“, sind sich die berufsbildungspolitischen Bundessachverständigen und die Mitglieder der Bundesfachgruppe Dachdecker der IG BAU einig.

Drei Viertel der Dachdeckerbetriebe haben unter zehn Beschäftigte. Viele der Unternehmen haben sich spezialisiert, sodass das breite Spektrum des Berufsbilds nicht in allen Firmen in vollem Umfang an die Azubis vermittelt werden kann. Daher hat es sich seit Jahrzehnten bewährt, dass bestimmte Ausbildungsinhalte in überbetrieblichen Ausbildungsstätten gelehrt werden und so eine umfassende Ausbildung sichergestellt wird. Die Kosten für diese überbetriebliche Ausbildung werden von der Lohnausgleichskasse des Dachdeckerhandwerks (SOKA-DACH) erstattet und von allen Dachdeckerbetrieben – auch von denen, die nicht selbst ausbilden – über einen monatlichen Beitrag finanziert.

So sind alle Betriebe an den Ausbildungskosten beteiligt. Neben den „alten“ Berufsfeldern, wie der Schiefer-, Reet- und Metallverarbeitung, werden nun auch ganz neue Bereiche gelehrt. Attraktive Berufsfelder, wie Erneuerbare Energien, Energetische Sanierung sowie ein Maschinenschein für den Umgang mit Holzbearbeitungsmaschinen, sind hinzugekommen. „Damit wollen wir den Dachdeckerberuf in eine sichere Zukunft führen“, sagte Kerstin Zimmer, IG BAU-Berufsbildungsexpertin.

Mehr zur Neuordnung des Ausbildungsberufs Dachdeckerin/Dachdecker hier.