Tarife


Dachdeckerhandwerk: Keine Annäherung - neuer Termin

25.08.2014
Die dritte Verhandlung, am 22. August, über die Erhöhung der Einkommen für die Beschäftigten im Dachdeckerhandwerk hat keine Annäherung zwischen den Tarifvertragsparteien gebracht.

Nach einer kontrovers geführten Diskussion zur wirtschaftlichen Situation der Branche, in der die Arbeitgeberseite erneut ins Lamentieren verfiel, erklärten sie, dass sie eigentlich keinen Spielraum für die Erhöhung der Einkommen sehen.

Die in einigen Regionen vorhandene Auftragsdelle - die auf Grund der Abarbeitung des Auftragsbestands im milden Winter entstand - war dabei ihre Hauptargumentation. Darüber hinaus sei die Ertragslage der Betriebe aufgrund der zu erzielenden Preise schlecht. Deshalb sollen die Beschäftigten das Betriebsrisiko allein tragen.

Auch die weiteren Argumente der IG BAU, dass ihre eigenen Umfragen zu deutlich besseren Einschätzungen der Betriebe kommen, dass im Wohnungsbau im 1. Halbjahr bereits ein deutliches Plus zu verzeichnen ist und dass die Wahrnehmung der Mitglieder der IG BAU in ihren Betrieben ebenfalls deutlich besser ist, schlugen die Arbeitgeber in den Wind.

Am Ende machte die Arbeitgeberseite deutlich, dass sie eine prozentuale Erhöhung der Einkommen mit einer 2 vor dem Komma ausschließen, letztendlich würde ihr Angebot - von zweimal 1,3 Prozent für zwei Jahre - deutlich über der Inflationsrate liegen.

Die IG BAU-Verhandlungskommission erklärte, wie bereits in der letzten Verhandlung, ein solches Angebot als nicht weiter verhandelbar. Damit wird den Beschäftigten nicht nur eine verdiente Lohnerhöhung vorenthalten, vielmehr werden die Arbeitnehmer von der Lohnentwicklung in anderen Branchen abgekoppelt.

Die Verhandlung wurde am späten Nachmittag unterbrochen. Ein weiterer Verhandlungstermin wurde für den 8. Oktober vereinbart.

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