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So finden sich darin etwa für körperlich schwer arbeitende Menschen wie Bauarbeiter keine Ideen, wie diese bei berufsbedingten Verschleißerkranken besser vor dem sozialen Abstieg bis zum späteren Renteneintritt abgesichert werden sollen. „Die Vorschläge benennen die zu erwartenden Probleme für die Rentenkassen. Was den Menschen blüht, die nicht bis zum heraufgesetzten Rentenalter arbeiten können, kümmert die EU-Bürokraten nicht. Für die absehbar drohende Altersarmut großer Teile der kommenden Rentnergeneration bietet das Weißbuch keine Lösung an. Ebenso bleibt unberücksichtigt, dass schwer arbeitende Arbeitnehmer über eine im Durchschnitt deutlich kürzere Lebenserwartung verfügen.“
In dem Weißbuch schlägt die EU-Kommission vor, das Rentenalter heraufzusetzen, um bei steigender Lebenserwartung die Dauer des Rentenbezugs zu verringern. Dies soll die Rentenkassen der Staaten entlasten. Gleichzeitig plädieren die Autoren dafür, den Zugang zu Frühverrentungen zu erschweren.
Die IG BAU fordert die EU-Kommission auf, ihre Empfehlungen für die Rentenpolitik der EU-Staaten deutlich zu differenzieren. Die Kassenlage kann dabei nicht das einzige Kriterium sein. Neben der Unterscheidung nach der Schwere der Arbeit müssen bei Rentenentscheidungen auch Aspekte wie die Höhe der Jugendarbeitslosigkeit bedacht werden. In den südeuropäischen Ländern spricht man bereits jetzt von einer verlorenen Generation. Durch eine unüberlegte Verlängerung der Lebensarbeitszeit wird die Zukunftsperspektive für diese jungen Menschen noch düsterer.
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