
Angelockt vom Duft von Kaffee und frischgebackenem Kuchen nahmen die rund 450 Gäste an den einladend gedeckten Tischen Platz. So viele Gewerkschaftsmitglieder, eine tolle Stimmung – einfach Klasse! Mit einem flotten Liederpotpourri aus der fränkischen Heimat gab Akkordeonspieler Jürgen Wallner einen flotten Auftakt des Treffens.
Max Nicklas und den Kolleginnen und Kollegen vom Seniorenvorstand Oberfranken war die Freude anzusehen. Der 84jährige Max Nicklas, Gewerkschaftsmitglied seit 61 Jahren, eröffnete das Treffen. Er begrüßte als Vorsitzender und auch im Namen des Seniorenvorstandes Oberfranken besonders herzlich die Seniorinnen und Senioren aus der Region Oberfranken, die Gäste der Oberpfalz, Nieder- und Oberbayern sowie die Mitglieder des Bundesseniorenvorstandes.
Genau so herzlich begrüßt wurden Andreas Steppuhn, Mitglied des IG BAU-Bundesvorstandes, Hans Beer, Regionalleiter von Franken, und Gerald Nicklas, Vorsitzender des IG BAU-Bezirksvorstandes Oberfranken beim 12. Oberfränkischen Seniorentreffen.
Der stellvertretende Bürgermeister der Marktgemeinde Grafengehaig überbrachte herzliche Grüße. Er lenkte die Aufmerksamkeit besonders auf den Informationsstand vom Dorfladen. Erst im März 2010 hatte die Gemeinde den Laden zur Grundversorgung der Bevölkerung ins Leben gerufen und damit drei Arbeitsplätze geschaffen. Nur regionale Produkte werden verkauft, dazu gehören Wurst, Brot, Gemüse und verschiedene Käsesorten. „Nach zwei Jahren kann man sagen, der Laden läuft, sicher auch Dank dem Einsatz unserer Gewerkschafter“, meinte er.
Gerald Nicklas, Vorsitzender des IG BAU-Bezirksvorstandes Oberfranken und Sohn von Max Nicklas, dem Vorsitzenden des Seniorenarbeitskreises Oberfranken, fasste den Geist des Treffens mit den folgenden Worten zusammen: „„Wer solche Hallen füllen will, der muss sich mit den Seniorinnen und Senioren aus Oberfranken verbünden!“ Das Seniorentreffen zählt im Bezirksverband zu den größten Events des Jahres. Das diesjährige wird in die Geschichte von Oberfranken eingehen, weil die Seniorinnen und Senioren aus Ober- und Niederbayern, der Oberpfalz und der Bundesseniorenvorstand hier sind.
„Der Bezirksvorstand weiß, was er an seinen Seniorinnen und Senioren hat“, stellte Gerald Nicklas fest. „Sie sind immer zu öffentlichkeitswirksamen Aktionen und innergewerkschaftlichen Aktivitäten bereit und investieren dafür Zeit, Kraft und Energie.“ Sorge bereitet ihm der Gewerkschaftsnachwuchs, weil die Jugend die Notwendigkeit der Gewerkschaftsarbeit nicht im nötigen Maß einschätzen kann. Bezirksvorstand und Bezirksbeirat beschäftigen sich intensiv mit diesem Thema und leisten Aufklärungsarbeit.
Elke Garbe, Vorsitzende des IG BAU-Bundesseniorenvorstandes, stellte den Bundesseniorenvorstand vor und benannte die Rolle und die Aufgaben des Bundesseniorenvorstandes. Sie berichtete von seinen vielfältigen Aktivitäten, wozu Stellungnahmen zu altersgerechtem, bezahlbarem, seniorengerechtem Wohnen gehören sowie zur Gesundheitsvorsorge und Rentenpolitik.
Andreas Steppuhn, Mitglied des IG BAU-Bundesvorstandes und zuständig für die Seniorenarbeit, sprach über die Gesundheitsreform und Probleme der Krankenversicherung. Seine Meinung: „Nach einem erfüllten Berufsleben sollte man so in Rente gehen können, dass man vernünftig leben kann.“
Er berichtete über die aktuelle Tarifrunde und stellte in diesem Zusammenhang die Frage: Was habe ich als Senior noch von der Gewerkschaft? Wenn die Löhne steigen, dann steigt auch die Rente, so meint man vielleicht. Aber das kann nicht alles sein! Mit dem Rentendasein verliert die Gewerkschaft keineswegs an Bedeutung. Er forderte die Anwesenden auf: „Redet mit euren Kindern und Enkeln über die Gewerkschaft, knüpft soziale Netzwerke, bezieht die gewerkschaftliche Jugend mit ein, lasst sie Verantwortung übernehmen! Jugend ist eben anders – aber Jugend ist unsere Zukunft. Sie erarbeitet für uns die Rente.“
Rückblickend können die Gewerkschafter aus Oberfranken stolz sein auf eine rundum gelungene Veranstaltung,. Sie ist der Verdienst von Max Nicklas und seinem Sohn Gerald - mit ihren vielen fleißigen Mitstreitern im Hintergrund.
Darauf ist auch Hans Beer, Regionalleiter von Franken, stolz. Er war nicht nur Gast bei diesem Seniorentreffen, sondern nahm bereits am Vortag gemeinsam mit Gerald Nicklas an der Beratung des Bundesseniorenvorstandes teil. Die Mitglieder des Bundesseniorenvorstandes haben dies als eine große Wertschätzung ihrer Arbeit angesehen und mit ihnen lebhaft diskutiert. Dafür dankt der Bundesseniorenvorstand noch einmal herzlich. Er ist sicher, dass die Region Franken auch zukünftig die Seniorenarbeit so aktiv wie bisher begleiten wird.
Nach einem Manuskript unserer Kollegin Eva-Maria Pfeil.
Mehr Bilder in der Fotogalerie (klick auf das Kamerasymbol unter diesem Artikel).