Umwelt / Nachhaltige Entwicklung


Einst Betongewerkschaft – heute umweltpolitischer Vorreiter

Auftritt der IG BAU auf der Woche der Umwelt im Forum Zukunftsfähiges Wirtschaften

Von links: IG BAU-Vize Dietmar Schäfers, Florian Schöne, DNR und Bettina Pfeifer, PECO-Institut
Von links: IG BAU-Vize Dietmar Schäfers, Florian Schöne, DNR und Bettina Pfeifer, PECO-Institut © IG BAU
08.06.2016
Bei der diesjährigen Woche der Umwelt veranstaltete die IG BAU auf Einladung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein Forum zum Thema „Arbeit und Umwelt im Spannungsverhältnis unserer Industriegesellschaft“. Auf dem Podium diskutierten der stellvertretende Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers und Florian Schöne, Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings (DNR). Die Moderation hatte Bettina Peifer vom PECO-Institut für nachhaltige Regionalentwicklung.

Bei strahlendem Sonnenschein im Park von Schloss Bellevue wurde von den beiden Diskutanten das Spannungsverhältnis zwischen „Arbeit und Umwelt“ ausgelotet.

Hatte Max Weber noch vom Menschen als einem „naturzerstörenden Wirtschaftstier“ gesprochen, so wird heute die Forderung nach „guter Arbeit“ auch als eine den Menschen und die Umwelt schonende Arbeit verstanden. Dietmar Schäfers wies auf die Themen Arbeits- und Gesundheitsschutz als natürliche Verbündete des Umweltschutzes hin und erläuterte anhand von Beispielen wie der IG BAU-Kampagne für Rußpartikelfilter in Baumaschinen, wie die Gewerkschaft sich für gute Arbeit und eine gesunde Umwelt stark macht.

Mit Blick auf die enormen Einsparungspotentiale von Ressourcen durch energetische Gebäudesanierung wurde eine Ausbildung gefordert, die Nachhaltigkeitsfragen mehr Platz einräumt. Während Florian Schöne bedauerte, dass es für die Umweltverbände sehr schwierig sei, von den übrigen Gewerkschaften Unterstützung zu erhalten, präsentierte sich die einstige „Betongewerkschaft“ als umweltpolitischer Vorreiter, heute auch ein Mitglied der Klimaallianz.

Als mögliche Themen, die man von Seiten des Umweltverbands und der Gewerkschaft gemeinsam in Zukunft vorantreiben könnte, wurden Gesundheitsschutz und Ressourceneffizienz benannt. Dietmar Schäfers betonte zudem, die IG BAU wolle die Kommunikation in dem Bereich stärken, um die soziale Frage weiter erfolgreich in Umweltthemen hineintragen zu können.

Ein Beitrag unserer Kollegin Bettina Pfeifer.