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Energiewende kann gelingen


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 30.11.2015
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert die Teilnehmer des heute startenden Klimagipfels auf, die Chance für einen gerechten Klimawandel zu nutzen. „Soziale Gerechtigkeit ist immer auch Klimagerechtigkeit“; sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Erderwärmung die Lebensgrundlage von Millionen Menschen vernichtet. Die Energiewende kann gelingen, und sie muss so gestaltet werden, dass sie Lebensqualität und Wohlstand mehrt. Die katastrophale Verbindung zwischen Wachstum und Umweltzerstörung muss endlich aufgebrochen werden.“

Ziel der Klimapolitik ist es, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Derzeit nähert sich die Erwärmung der Erdatmosphäre bereits der Ein-Grad-Marke. Verursacht wird der schnelle Temperaturanstieg durch Treibhausgase, wobei Kohlendioxid (CO2) der Menge nach den größten Anteil hat. Es entsteht bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas.

„Es hat in den vergangenen Jahren ein ermutigendes Umdenken stattgefunden. Inzwischen wird der Klimawandel anhand von immer häufiger auftretenden Naturkatastrophen wie Stürmen und Überschwemmungen greifbar. Die Mehrheit sieht die Notwendigkeit ein, unser Klima retten zu müssen“, sagte Schäfers. „Deshalb sind die Voraussetzungen, dass wir in Paris einen großen Schritt weiter kommen, gar nicht schlecht. Viele Regierungen haben ihre Hausaufgaben gemacht und Vorschläge zur CO2-Einsparung vorgelegt. Jetzt fehlen noch Mechanismen, die diese konkreten Schritte überprüfen und gegebenenfalls anpassen.“