IG BAU - die tun was!


Erfolg durch Bewegung

Kollegen von Hagenburger und EKW waren dabei
Kollegen von Hagenburger und EKW waren dabei © IG BCE (Christian Hoffmann)
21.07.2017
Die Feuerfest- und Säureschutz-Industrie ist zwar nur eine kleine Branche mit wenigen Betrieben in großen Unternehmen, aber auch hier standen wieder bundesweite Tarifverhandlungen an. In einer Tarifgemeinschaft der IG BAU mit der IG BCE wurde in Kaltenengers in Rheinland-Pfalz verhandelt.

In Rheinland-Pfalz ist die IG BAU in den Firmen EKW in Eisenberg und Hagenburger in Grünstadt vertreten.

Der bisherige Tarifvertrag wurde arbeitnehmerseitig gekündigt und lief am 31.05.2017 aus.

Entgegen allen Erwartungen verliefen die Verhandlungen überaus hart. Für die Arbeitgeber sind die Erhöhung die Löhne und Gehälter lediglich ein Kostenfaktor, der möglichst klein zu halten ist.

Für unsere Kolleginnen und Kollegen sind die Einkommen jedoch der wichtigste Faktor für die Lebensgestaltung der Familie. Außerdem erwarteten sie auch eine Anerkennung für ihre harte und gute Arbeit.

In der 2. Verhandlung am 09.05.2017 stand das Angebot der Arbeitgeber zur Verbesserung der Entgelte noch bei 3,7 Prozent für zwei Jahre, zahlbar in zwei Stufen.

Fast einstimmig lehnte die gemeinsame Tarifkommission der IG BAU und der IG BCE dieses absolut demütigende Arbeitgeber-Angebot ab.

Was nun kam, damit hatten die Hardliner im Arbeitgeberlager nicht gerechnet. Die Betriebsräte informierten ihre Belegschaften über dieses unzureichende und wenig wertschätzende Arbeitgeber-Angebot.

Im Rahmen einer Unterschriften-Aktion in den Betrieben stellten sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hinter "ihre" Gewerkschaftsforderungen. Mehr als 1.800 Unterschriften wurden gesammelt.

Am 3. Verhandlungstag, dem 13.06.2017 kamen dann auch viele Beschäftigte zum Verhandlungslokal nach Kaltenengers am Rhein um die Verhandlungskommission ihrer Gewerkschaften zu stärken. Damit zeigten sie dem Arbeitgeberlager ihre Kampfbereitschaft. Diese begriffen, wenn sie bei dieser Verhandlung nicht kompromissbeireit sind, kann es zum Arbeitskampf kommen.

Mit dieser kräftigen Unterstützung im Rücken konnte folgender Abschluss erreicht werden:

  • Einmalzahlung für den Monat Juni 2017 in Höhe von 70 Euro
  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent in zwei Stufen
  • Laufzeit 01.06.2017 bis 31.05.2019
  • Erhöhung des Urlaubsgeldes ab 01.01.2018
  • Deutliche Erhöhung der Ausbildungsvergütungen

Die spürbare Unterstützung der Belegschaften in den Betrieben und vor Ort bei den Tarifverhandlungen hat sich im wahrsten Sinne bezahlt gemacht.

IG BAU - die tun was!