
„In zehn Jahren wird es auf Grund des demografischen Wandels 14 Millionen Menschen geben, die über 70 Jahre alt sind. Dementsprechend steigt natürlich dann auch der Bedarf nach altersgerechten Wohnräumen - die jetzt schon kaum zu bezahlen sind“, so Heimann.
Dass Menschen heute die Chance haben, immer älter zu werden, begrüßen alle KollegInnen. Die Reaktion der Bundesregierung kann hingegen kaum jemand nachvollziehen. Die schwarz-gelbe Regierung reduziert wohl nämlich gerade ihren Beitrag zur „Städtebauförderung“. Wurden in 2010 noch 590 Millionen Euro genehmigt, so sollen in 2012 nur noch 266 Millionen Euro für die oben genannte Städtebauförderung bewilligt werden.
Die FAZ mahnte bereits am 23. März 2010 an, dass der heute schwächelnde soziale Wohnungsbau in 15 Jahren harte Konsequenzen mit sich bringen wird. Junge Familien und RentnerInnen werden dann keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden. Die „Wohnungsuhr“ tickt – es ist 10 vor 12.
Die IG BAU sieht in umweltfreundlicher Sanierung und seniorengerechtem Umbau die wichtigste wohnungsbaupolitische Herausforderung der kommenden Jahre.
Aus diesem Grund lädt der Arbeitskreis Senioren der IG BAU im Saarland am 11. November 2011 zu einer öffentlichen Diskussion ins DGB-Haus nach Saarbrücken ein. Dort kann ab 16 Uhr über die Situation, die Vorschläge und die Forderungen der Gewerkschaft für eine soziale seniorengerechte Wohnungsbaupolitik diskutiert werden.
Experten des Mieterbundes, der WOGE und der Immobiliengruppe Saarbrücken sind ebenfalls dazu eingeladen.
Für heute zieht der Arbeitskreis der Senioren ein positives Fazit. „Die Menschen sind sehr interessiert und es entstehen gute Diskussionen an unserem Stand. Und das ist auch gut so, denn wenn wir etwas verändern wollen, können wir das nur gemeinsam schaffen“ so Günter Heimann.
Ein Beitrag unseres Kollegen Jan Meyer.