Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz


Eternit auf der Anklagebank

Turiner Gericht verhängt hohe Freiheitsstrafen

13.02.2012
Die globalen Asbestindustriemagnaten Stephan Schmidheiny und Baron Louis de Cartier de Marchienne wurden wegen ihrer Beteiligung am Asbesttod Tausender Italiener schuldig gesprochen. Sie wurden heute zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Die drei Richter des Turiner Gerichts verhängten Geldstrafen in mehrfacher Millionenhöhe gegen die Angeklagten. Asbestopfer aus Italien, Frankreich und Belgien verfolgten aufmerksam das Gerichtsurteil in dem gemeinhin als „der große Asbestprozess“ bezeichneten Verfahren. Das Turiner Gericht verkündete das Urteil in dem Strafprozess der italienischen Ankläger gegen die vom schweizerischen und vom belgischen Eternit-Konzern beschäftigten Führungskräfte.

Beide ehemaligen Mitbesitzer der italienischen Eternit S.p.A. wurden wegen vorsätzlicher Tötung verurteilt.

Nach Presseberichten will einer der Verurteilten, Stefan Schmidheiny, gegen das Urteil die nächsthöhere Instanz anrufen.