Internationales


Europas Vergabeverfahren vereinheitlichen


© IG BAU (Devin Can)
30.05.2015
Im Frankfurt am Main haben sich Vertreter europäischer Baugewerkschaften getroffen, um Strategien zu entwickeln, die öffentlichen Vergabeverfahren Europas zu vereinheitlichen.


Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, die bis April 2016 in nationale Gesetze umgesetzt werden soll.

"Diese Richtlinien geben grobe Leitplanken vor. Jetzt müssen wir alles daran setzen, dass sie in unserem Sinne in den Parlamenten umgesetzt werden", sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. 


Die wichtigste Forderung bleibt dabei laut Schäfers, in jedem Land eine effektive Kontrolle zu garantieren. Als Vorbild nannte er die Stadt Köln, die eine eigene Behörde zur Kontrolle ihrer Vergabekriterien eingerichtet hat.
Andernfalls drohe jedes Gesetz zum "Papiertiger" zu werden. 
Während des ersten Plenums in der Konferenz wurde schnell klar, dass die europäischen Gewerkschaften alles andere unkreativ sind, wenn es darum geht Arbeitnehmerrechte gemeinsam zu schützen.


Von Registern "guter Subunternehmer", über Nachhaltigkeitsprinzip bei der Vergabe, bis hin zur Eigeninitiative bei der Kontrolle durch Gewerkschaften auf den Baustellen, wurden verschiedenste Ideen diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.

Ein Beitrag unseres Volontärs Devin Can.

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