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FIFA muss sich Verantwortung für saubere Arbeitsbedingungen stellen

Dietmar Schäfers, stellvertretender IG BAU-Vorstizender, und Regina Spöttl von Amnesty International.
Dietmar Schäfers, stellvertretender IG BAU-Vorstizender, und Regina Spöttl von Amnesty International. © IG BAU
Frankfurt am Main, 28.05.2015
Anlässlich der aktuellen Ermittlungen um die WM-Vergaben und der morgigen (für die Red. 29. Mai 2015) Wahl des FIFA-Präsidenten fordern Amnesty International und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) saubere Bedingungen vor und bei der WM. Die FIFA muss endlich menschenwürdige Arbeitsbedingungen im WM-Land Katar einfordern und deren Kontrolle garantieren.

„Das Vorgehen der schweizer und amerikanischen Behörden gegen die FIFA und ihre Funktionäre wirft ein Schlaglicht auf die fragwürdige Moral der FIFA. Dazu passt ihre Weigerung, auf Baustellen der WM-Länder Menschen- und Arbeitsschutzrechte sicherzustellen“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.

„Sklavenähnliche Arbeitsbedingungen von Bauarbeitern und die rein geldgetriebene Vergabe der WM sind für den Fußball das, was Doping für den Radsport war. Die FIFA kann als Auftraggeber der WM selbstverständlich die Einhaltung internationaler Arbeitsstandards auf Baustellen einfordern, und sie muss dies endlich tun. Ihre Blockade mit Verweis auf Unternehmen und Politik ist der ebenso durchschaubare wie untaugliche Versuch, superreiche Geldgeber zufrieden zu stellen und gleichzeitig ein sauberes Image zu behalten.“

„Selbst die kleinen Reformen, die Katar im vergangenen Jahr versprochenen hat, sind bislang kaum umgesetzt. Die 1,5 Millionen ausländischen Arbeiter in Katar sind nach wie vor der Willkür ihrer ‚Sponsoren‘ ausgeliefert“, kritisiert Regina Spöttl, Amnesty-Expertin für die Golfstaaten.

„Die FIFA muss endlich ernsthaft von Katar menschenwürdige Arbeitsbedingungen fordern und sich nicht von ein paar Vorzeigebaustellen täuschen lassen. Der Fußballverband muss beweisen, dass es ihm ernst damit ist, das Turnier nicht auf dem Rücken von Millionen ausgebeuteter Arbeitsmigranten auszutragen. Wenn sich die FIFA nicht endlich öffentlich und intern für die Rechte der Arbeiter einsetzt, macht sie sich zur Komplizin von Ausbeutung und Misshandlung.“

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