Tarife


Floristik Ost: Abbruch der Tarifverhandlung

01.04.2014
Die zweite Tarifverhandlung für die Tarifgebiete in der Floristik in Ostdeutschland stand unter dem Zeichen der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50 Euro pro Stunde ab dem 1. Januar 2015.

Die Entgelte sind in den Einkommenstarifverträgen für die Floristik-Fachbetriebe, Blumen- und Kranzbindereien in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen durchweg, teilweise deutlich unter 8,50 Euro. Seit 2004 fanden die Tarifvertragsparteien keine Einigung mehr in Richtung Lohngerechtigkeit.

Die IG BAU hat in den letzten Jahren wiederholt Vorstöße unternommen, Mindestlohnstandards mit den jeweiligen Arbeitgeberverbänden des Fachverbandes deutscher Floristen (FDF) zu verhandeln und ist an der ablehnenden Haltung der Verbände stets gescheitert, so auch zuletzt in der Tarifverhandlung am 26. März in Kassel.

Die IG BAU-Tarifkommission vertrat in der Tarifverhandlung die Position: In Branchen, wie der Floristik Ost, in denen bedauerlicherweise die Tarifparteien sich nicht auf sozialstaatliche Standards gemessen am Existenzminimum einigen können, unterstützt die IG BAU die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes.

Vor allem Frauen sind von den Niedriglöhnen in der Floristik betroffen, da die Frauenquote von 93,9 Prozebnt sehr hoch ist.

Die Tarifparteien einigten sich darauf, Mitte 2015 nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes wieder an den Verhandlungstisch zu kommen, um die Entgeltdifferenz gemäß den Entgeltgruppen oberhalb der 8,50 Euro vorzunehmen.

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