Forstwirtschaft und Naturschutz


Forstwirtschaft: Tarif- und Besoldungsrunde 2016 im öffentlichen Dienst mit Bund und Kommunen


© IG BAU (Kalle Meyer)
10.04.2016
IG BAU erwartet in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot der Arbeitgeber. Die Forderung von 6,0 Prozent mehr Lohn für die Forst-Beschäftigten ist berechtigt. Für die rund 4000 Beschäftigten im Bundes- und Kommunalforst setzt die Forstgewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) die Verhandlungen in der Tarif- und Besoldungsrunde 2016 am 11. und 12. April 2016 in Potsdam fort.

Im Vorfeld haben die Beschäftigten mit betrieblichen Aktionen und Warnstreiks auf die Zurückweisung von Bund und Kommunen zur Forderung nach einer Lohnerhöhung um 6 Prozent reagiert. Die Beschäftigten wollen an den Einkommensentwicklungen in der Gesamtwirtschaft Anschluss halten.

Die Forderung der kommunalen Arbeitgeber zur Leistungskürzung bei der Zusatzversorgung haben die Beschäftigten entschlossen zurückgewiesen. Wenn die Rentengesetzgebung bei Beschäftigten mit durchschnittlichem Einkommen zur Altersarmut führt, brauchen wir eine verlässliche Zusatzversorgung. Darum wird es mit der IG BAU keine Leistungskürzungen geben.

Die Beschäftigten erwarten für die zweite Verhandlungsrunde ein solides verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber. Die Voraussetzungen für eine deutliche Lohnsteigerung sind gut. Aufgrund der guten Konjunkturentwicklung ist mit erheblichen Steuereinnahmen zu rechnen. So wird für die Jahre 2016 bis 2019 ein Steuerplus von 15,1 Prozent beim Bund und von 14,5 Prozent bei den Kommunen erwartet.

Unsere Arbeit ist es wert, so die Beschäftigten und Auszubildenden. Vor diesem Hintergrund fordert die IG BAU 6,0 Prozent mehr Lohn und 100 Euro monatlich mehr Ausbildungsentgelt. Zudem fordert die IG BAU weitere deutliche Verbesserungen für Auszubildende, 30 Tage Urlaub sowie eine verbindliche Übernahme. Es soll ein Arbeitgeberbeitrag zur Steigerung der Ausbildungsqualität (z. B. Ausbildungsmittel, Fahrtkosten) geleistet werden. Sachgrundlose Befristungen sollen ausgeschlossen werden. Die Regelungen zur Altersteilzeitarbeit sollen über den 31. Dezember 2016 hinaus verlängert werden.

Wir erwarten die Inkraftsetzung einer neuen Entgeltordnung im Bereich der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Das Tarifergebnis muss zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden. Die Beschäftigten stehen hinter den Forderungen der IG BAU und sind entschlossen, ihren Protest auch in die Öffentlichkeit zu tragen.