Medien und Presse


Frauen tragen oft doppelte Verantwortung und haben nur halb soviel Chancen


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 02.08.2014
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert für Frauen und Männer gleiche Chancen im Berufsleben und Bedingungen, unter denen Menschen ihre Arbeit und ihr Leben in Einklang bringen können. „Das Frauenbild in der Gesellschaft hinkt der realen Entwicklung hinterher. Fast jede fünfte Frau in Deutschland ist heute Familienernährerin. Dennoch haben sie größere Belastungen zu tragen und schlechtere Chancen“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux anlässlich des Aktionstags der IG BAU-Frauen.

„Gerade Frauen mit mittlerer oder geringer Qualifikation beziehen das Haupteinkommen in der Familie. Sie tragen zusätzlich aber meist noch die Verantwortung für Haushalt und Familie. Viele von ihnen sind alleinerziehend.“

Die IG BAU setzt sich für Rahmenbedingungen ein, die Frauen ein ausreichendes Einkommen und Sicherheit für ihre Lebensplanung ermöglicht sowie für gesunde Arbeitsbedingungen und genügend freie Zeit.

Mit vielen einfallsreichen Aktionen haben die IG BAU Frauen auf der Zeil in Frankfurt die Missstände verdeutlicht. Zeitbettlerinnen und ein Wettlauf gegen die Zeit verdeutlichten den Passanten, wie stark der Druck auf Frauen lastet. Unter diesen Bedingungen lässt es sich schlecht leben – was die Frauen anschaulich darstellten. Sie zeigten verdichtete Erde auf der sich allenfalls Kakteen halten, wohingegen lockerer Boden für Blumen ideal ist.

„Wir brauchen ‚Faire Arbeit - Jetzt!’ Das gilt auch für Männer, aber stärker noch für Frauen“, sagte Laux. „Es ist beschämend und dumm, dass Lohngleichheit sowie gleiche Bildungs- und Karrierechancen hierzulande keine Selbstverständlichkeit sind. Denn letztlich wird es für die Wirtschaft teurer, auf Wissen und Leistung von Frauen zu verzichten, als ihnen partnerschaftlich zu begegnen.“

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