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Fremdenhass die Stirn bieten


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
09.02.2015
Am 13. Februar jährt sich die Bombennacht von Dresden zum 70. Mal. Das traurige Datum werden Nazis und Rechtsextremisten nutzen, um wieder einmal für ihre dumpfe Ideologie zu werben. Seit Jahren stellen sich Mitglieder der IG BAU und anderer Gewerkschaften ihnen dabei mutig entgegen. Dieser Einsatz ist notwendig und wichtig. Denn die Erkenntnis aus Nazidiktatur und dem von den Nazis begonnenen Zweiten Weltkrieg, als dessen Folge Dresden in Flammen aufging, ist offenkundig: Wir müssen alles dafür tun, dass Antidemokraten, Nationalisten und Rassisten nie wieder die Oberhand in Deutschland gewinnen.

Die Alternativen zu Weltoffenheit und Toleranz sind Hass und Ausgrenzung. Sobald sie Stärke gewinnen, folgen ihnen ihre ständigen Begleiter Unterdrückung, Gewalt und Not auf dem Fuß.

Stabile Demokratien haben sich gegenüber Akteuren von Rechtsaußen stets als immun erwiesen. Eine nennenswerte Anhängerschaft können sie dort nicht gewinnen. Eine geschwächte Demokratie hingegen kann ihnen zum Opfer fallen. Das hat uns die Geschichte der Weimarer Republik gelehrt.

Der beängstigende Zulauf, den Pegida und ähnliche Gruppen in letzter Zeit erzielen, zeugt von einer akuten Schwäche. Sie hat ihre wesentliche Ursache in der wachsenden Ungleichheit von Chancen und Vermögen. Viele haben Sorge vor einem sozialen Abstieg, – vor Hartz IV oder Altersarmut – ohne sich das eingestehen zu wollen.

Lieber verlagern sie ihre diffuse Angst auf alles Fremde. Damit Pegida und Co. kein leichtes Spiel mit ihnen haben, müssen wir nicht nur aufklären und für eine bunte Gesellschaft werben. Wir müssen vor allem sicherstellen, dass die soziale Balance in Deutschland endlich wieder hergestellt wird.

IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger in der IG BAU-Mitglieerzeitschrift "Der Grundstein/Der Säemann, Ausgabe 2/2015.