Senioren


Für ein soziales Europa


Hans-Joachim Wilms © IG BAU
01.02.2012
Hajo Wilms, Mitglied im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA), informierte 40 interessierte Seniorinnen und Senioren des Bezirksverbands Erfurt. Eingangs berichtete Kollege Wilms, wie er als Mitglied im Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss für ein soziales Europa wirken kann. Der EWSA ist ein beratendes Organ der Europäischen Union und paritätisch besetzt.

Im Ausschuss sind 344 Mitglieder aus 27 EU-Staaten aktiv. Bei allen Angelegenheiten, die beispielsweise die Wirtschafts- und Sozialpolitik der EU betreffen, wird der Ausschuss angehört beziehungsweise um Stellungnahme gebeten.

Als Mitglied im Unterausschuss „Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Umweltschutz“ widmet sich Kollege Wilms vor allem umweltpolitischen Fragen. Er machte deutlich, dass sich Europa, seit 1987 der Europäische Binnenmarkt ausgerufen wurde, grundlegend verändert hat. Die vier Grundfreiheiten freier Warenverkehr, Personenfreizügigkeit, Dienstleistungsfreiheit und freier Kapital- und Zahlungsverkehr prägen die Entwicklung. Die Globalisierung hat sich durchgesetzt. Eine Folge davon: In Europa sind rund 110 Millionen Menschen akut von Armut bedroht.

Im Jahr der Biodiversität (biologische Vielfalt) 2010 wurde deutlich, dass Artenschutz nur über Ländergrenzen hinweg umsetzbar ist. Die Umsetzung der Arbeitnehmerfreizügigkeit macht Festlegungen von Mindeststandards erforderlich. Etwa zwei bis drei Millionen Menschen in Europa pendeln.

In der Diskussion machte Elke Garbe, Vorsitzende des Bundesseniorenvorstands, nochmals auf die Standpunkte der IG BAU-Senioren „Europa muss sozial werden“ aufmerksam. Diese wurden bereits im Jahr 2009 in Straßburg an die EU-Abgeordnete Gabi Zimmer (Linkspartei) übergeben und haben bis heute nicht an Aktualität verloren.

Ein Beitrag unseres Kollegen Bernd Unbescheid.