Frauen


„Fuß in der Tür!“ – auch in der IG BAU


© IG BAU (Dietmar Gust)
04.10.2013
Die gleichberechtigte Teilhabe, auch in der eigenen Organisation, war das Hauptziel der Frauen beim Gewerkschaftstag der IG BAU. Bereits im Vorfeld wurde klar: Die Frage der Vertretung von Frauen in den entscheidenden Gremien der IG BAU steht erneut im Vordergrund. Der Gewerkschaftsbeirat hatte nur Männer für die Wahl des Bundesvorstands empfohlen. Grund genug für den Bundesfrauenvorstand, Ulrike Laux als eigene Kandidatin vorzuschlagen. Mit Erfolg: die Delegierten wählten Ulrike Laux mit klarem Votum als neue Frau in den Bundesvorstand.

Dennoch war die Debatte um eine Frauenquote von 30 Prozent in den ehrenamtlichen Gremien der IG BAU sehr schwierig. Selbst mehrere Rednerinnen sprachen gegen eine verbindliche Quote. „Das brauchen wir nicht!“ – lautete der Tenor. Der Antrag wurde abgelehnt.

Jetzt sind die Quotengegner in der Pflicht zu zeigen, dass eine angemessene Vertretung beider Geschlechter auch ohne verbindliche Regelung umgesetzt wird.

Die Delegierten entschieden sich aber für eine Quote im hauptamtlichen Bereich. Der Bundesvorstand hat einen klaren Auftrag erhalten, einen Frauenanteil von 30 Prozent in den politischen Funktionen und Positionen umzusetzen. Konkret heißt das: Die IG BAU
muss deutlich mehr Gewerkschaftssekretärinnen ausbilden, einstellen und für Führungsaufgaben aufbauen.

Ein Beitrag unserer Kollegin Sylvia Honsberg in der IG BAU-Mitgliederzeitschrift "Der Grundstein/Der Säemann", Oktober 2013.