Tarife


Gartenbau Nordrhein-Westfalen: Erstes Sondierungsgespräch

17.04.2015
Zum Auftakt der Tarifrunde Gartenbau 2015 trafen sich die arbeitnehmer- und arbeitgeberseitigen Tarifkommissionen zu einem ersten Gespräch am 16. April in Köln. In diesem Sondierungsgespräch wurden die jeweiligen Einschätzungen der branchenwirtschaftlichen Ausgangslage für die Lohn- und Gehaltsforderung von 5,5 Prozent der IG BAU diskutiert.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Gartenbaus wird zu Recht im Jahresbericht 2014 des Zentralverbandes Gartenbau hervorgehoben: Insgesamt 700.000 Beschäftigte, 78 Milliarden Euro Umsatz und 19,5 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung sind die Eckdaten, die das Gartenbaucluster zu einem überaus bedeutenden Teil der deutschen Landwirtschaft machen. Im Bericht weiter: Rund 7,8 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung werden von den Gartenbausparten erwirtschaftet.

In Nordrhein-Westfalen nehmen die etwa 1.800 Betriebe im Zierpflanzenanbau, die circa 39 Prozent der Umsätze auf Bundesebene erwirtschaften, eine zentrale Rolle ein. Deutlich wird an diesem Beispiel, dass der jährlich erwirtschaftete Umsatz der Zierpflanzenanbaubetriebe in NRW von 583 Millionen Euro ohne das tägliche Arbeiten der 5.600 Beschäftigten in dieser Gartenbausparte undenkbar wäre.

Von daher ist die Tarifforderung der IG BAU keineswegs überzogen, sondern ergibt sich aus der Logik derer, die ihre Arbeitskraft so verkaufen müssen, dass sie davon einigermaßen gut leben können.

Ein Termin für das erste Tarifverhandlungsgespräch für den Gartenbau in Nordrhein- Westfalen wurde zunächst nicht vereinbart.

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