Tarife


Gartenbau Sachsen: Sondierungsgespräch

04.02.2014
Die IG BAU und alle anderen Mitgliedsgewerkschaften des DGB haben sich seit Jahren für den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn eingesetzt. Laut Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD soll zum 1. Januar 2015 der „Mindestlohn von 8,50 Euro brutto je Zeitstunde für das ganze Bundesgebiet gesetzlich eingeführt“ werden.

Die neuen Rahmenbedingungen der Mindestlohnregelung musste die Tarifkommission der IG BAU selbstverständlich für den Gartenbau in Sachsen den Geschäftsführern des Landesverbandes Gartenbau Sachsen und dem Landesverband „Sächsisches Obst“ für die anstehenden Tarifverhandlungen als gesetzt erläutern. Vier Entgeltgruppen sind im Gartenbau in Sachsen noch unter 8,50 Euro, die unterste Entgeltgruppe beläuft sich aktuell auf 6,30 Euro die Stunde.

Eine Lohnniveauangleichung Ost –West im Gartenbau in Sachsen ist längst überfällig angesichts der Differenz im Eckentgelt von 45 Prozent und mehr zu westlichen Tarifgebieten im Gartenbau. Die Niedriglohnschwelle von 10,36 Euro pro Stunde gilt auch für Sachsen, denn beispielsweise die Einkaufspreise für Kolleginnen und Kollegen in Geschäften in Dresden sind nicht gerade geringer als in Frankfurt am Main.

Insgesamt fand das Sondierungsgespräch unter einem angenehmen Gesprächsklima statt. Die Arbeitgeber werden in ihren Gremien über das Gespräch informieren und wollen Mitte Februar der Tarifkommission der IG BAU eine Rückmeldung geben. Erst dann kann ein Termin für die Tarifverhandlung gefunden werden.

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