Tarife


Gartenbau: Verhandlungen über den richtigen Rahmen gehen weiter

05.05.2015
Im vierten Tarifverhandlungsgespräch zum Bundesrahmentarifvertrag (BRTV) am 30. April in Köln wurde schwerpunktmäßig Arbeitszeitverkürzung und Arbeitszeit- flexibilisierung verhandelt.

Die IG BAU fordert bei der arbeitgeberseitig eingebrachten Flexibilisierung der Arbeitszeit im Gartenbau einen Flexibilisierungsrahmen, der trotz saisonaler Mehrbelastung den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Kolleginnen und Kollegen gewährleistet. Guthabenstunden müssen insolvenzfest abgesichert sein, d.h. es darf in jedem Fall für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kein finanzielles Risiko entstehen.

Zum Ausgleich einer tarifvertraglich geregelten Arbeitszeitflexibilisierung brachte die Tarifkommission der IG BAU in der Verhandlung deutlich zum Ausdruck, dass im Zuge dessen eine Entlastung für die Beschäftigten entstehen müsse, in dem, wie von der IG BAU im Gartenbau ohnehin gefordert, eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Entgeltausgleich umgesetzt werden müsse.

In diesem Zusammenhang ist eine Anpassung der wöchentlichen Arbeitszeit Ost an West nach nunmehr 25 Jahren Ländereinheit im Jahre 2015 längst überfällig. Die Bundestarifkommission der IG BAU brachte einen Vorschlag ein, wie entsprechend die tarifliche Wochenarbeitszeit abgesenkt werden kann. Die Fortsetzung der Verhandlungen werden am 16. Juli maßgeblich davon abhängen, inwiefern die ostdeutschen Landesverbände im Gartenbau sich bis dahin geeinigt haben und gewillt sind, die Ungleichheit der Wochenarbeitszeit in Stufen abzubauen.

Unterm Strich lässt sich für die viertenVerhandlungsrunde zum BRTV zusammenfassen:Die Tarifvertragsparteien konnten sich auf viele wichtige Detailfragen einigen, aber bei den Knackpunkten Arbeitszeitverkürzung, Arbeitszeitflexibilisierung, Urlaub und Kündigungsfristen konnte bisher keine Einigung gefunden werden.

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