Bauhauptgewerbe


Geschafft: 13 rumänische Wanderarbeiter haben ihren Lohn erhalten

© IG BAU (Johannes Schader)
© IG BAU (Johannes Schader)
02.11.2012
Eine harte Woche liegt hinter den Männern, die sich heute Vormittag im Frankfurter Gewerkschaftshaus zum Gruppenbild aufgestellt haben. Letzten Freitag machten sie mit einer Mahnwache im Frankfurter Europaviertel ihre Notlage öffentlich. Sie hatten für einen Stundenlohn von 1,09 Euro geschuftet, konnten sich nichts mehr zu Essen kaufen. Heute das glückliche Ende: sie haben ihr Geld erhalten.

Nach dem Hilferuf der 13 rumänischen Bauarbeiter reagierte die IG BAU mit einer Nothilfeaktion und sorgte für Lebensmittel. Auch die katholische Kirche hat sich beteiligt.

Anfang der Woche begannen Johannes Schader und Harald Kreutzberger, Gewerkschaftssekretäre der IG BAU-Region Hessen, die Verhandlungen mit dem Generalunternehmer. Eine lange Woche für die rumänischen Bauarbeiter, in der sie gebangt und gehofft haben. Dann endlich die erlösende Nachricht: der Generalunternehmer wird seiner Verantwortung gerecht, er stellt das Geld bereit.

Heute Vormittag ging es dann im Frankfurter Gewerkschaftshaus zur Sache. Knapp 26.000 Euro für Lohn und Fahrgeld konnte Harald Kreutzberger mit Kolleginnen der IG BAU an die rumänischen Bauarbeiter auszahlen. Die rumänischen Kollegen sind froh und glücklich. Sie fahren nun mit ihrem Lohn nachhause, sind wieder in der Lage, für sich selbst und ihre Familien zu sorgen.

Die IG BAU hat in Zusammenarbeit mit Mihai Balan, Berater des DGB-Projekts Faire Mobilität und dem Projekt Mobifair gezeigt: ausländische Arbeitskräfte haben Rechte - und wir helfen ihnen, sie einzufordern. Das Tariftreuegesetz muß konsequent angewendet werden.