Bauhauptgewerbe


HOCHTIEF: Kämpfen für Tarifvertrag


© IG BAU
29.06.2017
Engagiert und zielorientiert bereitet die IG BAU-Tarifkommission die vierte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der HOCHTIEF AG am 19. Juli vor. Die Unternehmensführung beharrt auf eine Reduzierung des Urlaubsanspruchs auf 22 Arbeitstage und zukünftige Lohn- und Gehaltszuwächse in Höhe der Inflation zuzüglich einer möglichen Gewinnorientierung.

Die IG BAU fordert von der aus dem Arbeitgeberverband ausgetretenen Unternehmensführung die Anerkennung sämtlicher Flächentarifverträge zusätzlich Tarifverträge über ein Sabbatical, mobiles Arbeiten, Reglungen zu Unterkunft und Verpflegungsmehraufwand bei Auswärtsbeschäftigung.

Eine Abwälzung des Unternehmensrisikos auf die Beschäftigten lehnt die IG BAU ab.

Dass die Situation sich zuspitzt, haben die Beschäftigten der HOCHTIEF AG auf ihrer Juni-Lohnabrechnung gesehen. Übliche Gratifikationszahlungen suchten sie vergebens auf ihren Lohnzetteln.

Das macht nun allen Beschäftigten der HOCHTIEF AG deutlich, dass alles, was nicht tarifvertraglich geregelt ist, gestrichen werden kann, um es den Aktionären als Dividende zukommen zu lassen.

Was wird wohl passieren, wenn ein zukünftiges Geschäftsjahr "weniger als grandios" verläuft? Die Tarifkommission der IG BAU ist sich einig: Besser ist HOCHTIEF mit Tarifvertrag - und dafür wird man auch kämpfen.