Bauhauptgewerbe


Handwerk darf nicht nur auf "Musterschüler" schielen

Der Bau sucht noch 5.594 Auszubildende


© IG BAU (R+W)
13.08.2014
Lehrstellen-Endspurt für Jugendliche: Auf dem Bau gibt es derzeit noch 5.594 offene Ausbildungsplätze. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Vom Maurer, Gerüstbauer und Dachdecker bis zum Straßen- und Kanalbauer: Die Chancen von Jugendlichen, die sich für eine Karriere im Hoch- oder Tiefbau entscheiden, stehen gut. Auch in den Gartenbauberufen werde noch Nachwuchs gesucht: Im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau sind bundesweit insgesamt noch mehr als 1.750 freie Ausbildungsplätze bei der Arbeitsagentur gemeldet, so die IG BAU.

An die Arbeitgeber appelliert die Handwerker-Gewerkschaft, bei den Bewerbern um einen Ausbildungsplatz „nicht zu sehr auf die Zeugnisnoten zu schielen“. Auch Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder Schulabbrecher sollten stärker als bisher Gelegenheit bekommen, das Handwerk für sich zu entdecken und sich während der Ausbildung zu entwickeln.

Schulnoten verraten bei weitem nicht alles über einen Menschen. Schon gar nicht über das Engagement und Geschick, das Jugendliche bieten, wenn sie die Chance bekommen, im Handwerk zu arbeiten. Entscheidend sei es, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern. Deshalb lohnt es sich, Vorstellungsgespräche auch mit Bewerbern zu führen, die auf dem Zeugnis keine ‚Musterschüler‘ sind“.