IG BAU - die tun was!


HessenForst: Gute Arbeit gibt's nicht zum Nulltarif!

Kundgebung vorm Forstministerium
Kundgebung vorm Forstministerium © Hartmut Brügel
24.02.2017
"Heute streiken die Waldarbeiter und Förster" - schallt es durch Hessens eher beschauliche Landeshauptstadt Wiesbaden. "Eins, zwei, drei, vier, gerechten Lohn fordern wir! Fünf, sechs, sieben, acht - deshalb wird Radau gemacht. Gute Arbeit, guter Lohn! Was ihr uns bietet, ist ein Hohn! Wir sind hier – wir sind laut, weil ihr uns die Kohle klaut." Der Demonstrationszug ist unterwegs zum hessischen Umweltministerium.

In Hessen hat die Tarif- und Besoldungsrunde für die rund 2.150 Beschäftigten und Auszubildenden beim Landesbetrieb HessenForst mit der Tarifverhandlung am 27. Januar begonnen. Bereits an diesem Tag haben die Vorstände der Regionalfachgruppe Forstwirtschaft und der Landesvertretung Beamtinnen/Beamte und Angestellte in Forst und Naturschutz vor dem Innenministerium ihre IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) bei der Durchsetzung der Forderungen unterstützt. Die Verhandlung endete ohne ein Angebot.

Mit dem eintägigen Warnstreik am 8. Februar sollte den Forderungen Nachdruck verliehen werden. Die Gewerkschaften (ver.di, GEW, GdP und IG BAU) riefen zu einem ganztägigen Warnstreik auf und trafen sich dazu in Wiesbaden. Die meisten der 250 Teilnehmer der IG BAU kamen mit den bereitgestellten Bussen zunächst zum Treffpunkt, dem IG BAU-Mitgliederbüro in der Salierstraße 25. Dort wurden sie begrüßt und tauschten sich aus. Von dort ging es nach der Anmeldung weiter, ausgestattet mit aufgetankten Motorsägen, Fahnen, Bannern, Tröten, Trillerpfeifen und Lunchpaketen zum Umweltministerium.

Bei der Kundgebung vorm Eingang sprachen unter anderem Forstwirtschaftsmeister Martin Blackert , Auszubildende Selina Flor, Regionalfachgruppenvorsitzender Harry Trube und die Vorsitzende der Landesvertretung, Claudia Mävers. Die Ministerin Priska Hinz antwortete in einer kurzen Ansprache. Sie zeigte Verständnis für die Forderungen und sagte Unterstützung zu. Sie erhielt als Gaben der IG BAU mehrere Stammscheiben – vor Ort geschnitten und beschriftet – mit den Forderungen der IG BAU überreicht.

Auf der gemeinsamen Kundgebung vorm Bahnhof und in Sichtweite des Innenministeriums stellten die Redner der beteiligten Gewerkschaften ihre Situation und Forderungen dar. Mit dem lautstarken Umzug durch die Wiesbadener Innenstadt wurde die Öffentlichkeit über die Lautsprecherdurchsagen auf die Forderungen unserer Kolleginnen und Kollegen aufmerksam gemacht.

IG BAU - die tun was!

Ein Beitrag unseres Kollegen Hartmut Brügel in den "Forstlichen Mitteilungen", Ausgabe 3/2017.

Gaben der IG BAU an die Ministerin: 6 Prozent mehr Geld, 3 Euro Fahrtkostenersatz pro Tag © Hartmut Brügel