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Hohe Zustimmung der IG BAU-Mitglieder zum Tarifvorschlag


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 26.05.2014
Der am 6. Mai erzielte Tarifvorschlag für das Bauhauptgewerbe trifft auf große Zustimmung der IG BAU-Mitglieder. Am vergangenen Wochenende votierten fast alle Teilnehmer der ehrenamtlich besetzten IG BAU-Bundestarifkommission (BTK) für das Ergebnis. Es gab lediglich eine Enthaltung.

Nach einer fast dreistündigen, teilweise sehr kritischen Aussprache über den Verlauf der Verhandlungen und die Details des Vorschlags, sprachen die BTK-Mitglieder der Verhandlungskommission ihr Vertrauen aus.

Der in der vierten Tarifrunde erzielte Kompromiss sieht für die rund 760 000 Baubeschäftigten insbesondere eine Tariflohnsteigerung ab dem 1. Juni 2014 in Höhe von 3,1 und ab 1. Juni 2015 in Höhe von 2,6 Prozent bei einem anfänglichen Nullmonat und einer Gesamtlaufzeit von 24 Monaten vor. Im Osten kommt ein Angleichungsschritt der Ost- an die Westlöhne in Höhe von 0,7 Prozentpunkten hinzu. Die Fahrtkostenerstattung soll spürbar auf 20 Cent je gefahrenem Kilometer angehoben werden und es ist vorgesehen, dass – zeitlich gestreckt – auch für die Beschäftigten im Osten eine grundlegend reformierte betriebliche Altersvorsorge eingeführt wird.

„Diese Tarifrunde war in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. „Wir haben nicht nur über Lohn, sondern über ein Gesamtpaket verhandelt. Das umfasst auch die Materie des Bundesrahmentarifvertrags und vor allem die Einführung der betrieblichen Altersvorsorge im Osten.“

Wegen der komplexen Materie gab es auf Seiten der Arbeitgeber noch Klärungsbedarf in Detailfragen. Sie hatten deshalb die Abstimmung ihrer Verhandlungskommission um eine Woche verschoben. Nach einer weiteren Verzögerung hat die Verhandlungskommission nunmehr zugestimmt, sodass die übliche Erklärungsfrist läuft. Sie endet am 5. Juni 2014.