Senioren


IG BAU-Senioren gegen Altersarmut

Angeregte Diskussionen: Weilheims Bürgermeister Markus Loth, IG BAU-Bundesvorsitzender Klaus Wiesehügel und IG BAU-Gewerkschaftssekretär Karl Bauer (von links).<br />
Angeregte Diskussionen: Weilheims Bürgermeister Markus Loth, IG BAU-Bundesvorsitzender Klaus Wiesehügel und IG BAU-Gewerkschaftssekretär Karl Bauer (von links).
 © IG BAU
26.04.2012
Bei der Rente mit 67 ziehen die IG BAU-Senioren mit den jüngeren Gewerkschaftern an einem Strang. Wie stark der Zusammenhalt in der Gewerkschaft in dieser Frage ist, zeigte die enorme Präsenz auf der Veranstaltung „IG BAU-Senioren gegen Altersarmut“ am vergangenen Mittwoch. Mit rund 600 IG BAU-Mitgliedern im Ruhestand war die Stadthalle im oberbayerischen Weilheim mehr als gut gefüllt.

„Die volle Rente mit 67 hat die Politik ganz bewusst erst für das Jahr 2030 geplant“, stellte der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel fest. „Das Kalkül ist klar: Die Jüngeren sind zwar betroffen, interessieren sich aber noch nicht für die Rente und für die Älteren ändert sich nichts. So soll der Protest von vornherein eingedämmt werden.“
 
Diese Rechnung geht bei den IG BAU-Senioren nicht auf. Der Aufruf Wiesehügels, vor der Bundestagswahl auf die Politiker im eigenen Wahlkreis zuzugehen und sie zur Abschaffung der Rente mit 67 aufzufordern, traf auf großen Wiederhall. Karl Bauer, IG BAU-Gewerkschaftssekretär aus der Region Bayern unterstrich: „Wir werden die kommenden Monate nutzen und uns engagieren für eine Rente, die zum Leben reicht.“
 
Als Gast sprach Erwin Helmer von der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung zu den IG BAU-Senioren. Er stelle über die vergangenen Jahre eine „Klimaveränderung“ in den Betrieben fest. „Es gibt keine Zeit mehr für ein Miteinander“, sagte der Betriebsseelsorger. „Die Stärkeren setzen sich in diesem Wettbewerb durch und die Schwächeren bleiben auf der Strecke. Das ist eine Zeitbombe. Wir sind auf dem Weg, den Sozialstaat zu verlassen“, warnte er.

Ein Beitrag unseres Kollegen Ruprecht Hammerschmidt.

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