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IG BAU-Spitze folgt Gaucks Aufruf zur Verantwortung und empfiehlt Annahme des Kompromisses


© IG BAU (Paul Schimweg)
Berlin, 12.05.2014
Das vorläufige Tarifergebnis für die rund 760 000 Beschäftigten im Baugewerbe ist aus Sicht des Bundesvorstands der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) vertretbar und sollte deshalb angenommen werden. Am Rande des DGB-Kongresses in Berlin beschloss das Gremium, der IG BAU-Bundestarifkommission die Annahme des Kompromisses zu empfehlen. Dieser war nach schwierigen Verhandlungen am 6. Mai 2014 gefundenen worden.

„Bei Kompromissen muss jede Seite nachgeben. Das ist uns nicht leicht gefallen, aber wir stellen uns als IG BAU damit auch der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, wie sie der Bundespräsident bei der Eröffnung des DGB-Kongresses von den Gewerkschaften – gleichzeitig aber auch von den Arbeitgebern - eingefordert hat“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers.

Bundespräsident Joachim Gauck hatte vor den 400 Delegierten des DGB-Kongresses den hierzulande geübten Interessenausgleich der Sozialpartner als „kostbar“ bezeichnet und die gewachsene Kompromisskultur als „historische Leistung“ hervorgehoben. Gauck betonte, „wir brauchen diese Form der Verantwortung weiterhin. Partikularinteressen dürfen vertreten, aber nicht überdehnt werden.“

Der in der vierten Tarifrunde erzielte Kompromiss sieht eine Tariflohnsteigerung ab dem 1. Juni 2014 in Höhe von 3,1 und ab 1. Juni 2015 in Höhe von 2,6 Prozent bei einem anfänglichen Nullmonat und einer Gesamtlaufzeit von 24 Monaten vor. Im Osten kommt ein Angleichungsschritt der Ost- an die Westlöhne in Höhe von 0,7 Prozentpunkten hinzu.

Als wichtiger Baustein des Kompromisses ist vorgesehen, dass die seit 1957 bestehende, allgemeinverbindliche Zusatzversorgung auf sichere Füße gestellt und endlich auch für die Beschäftigten im Osten eingeführt wird. „Mit dieser Lösung stärken wir die zweite Säule der Altersvorsorge. Die gesetzliche Rente wird dann auch für Kollegen und Kolleginnen im Osten aufgestockt werden“, sagte Schäfers.

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