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IG BAU: Rechte der Arbeitnehmer müssen auch im Forst gelten

FSC-Vollversammlung


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 27.06.2017
Die Forstgewerkschaft IG BAU fordert die konsequente Beachtung der Arbeitnehmerrechte für Forstarbeiter weltweit. Anlässlich der 24. Vollversammlung des FSC Deutschland in Frankfurt am Main sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum:

„Die Bekanntheit des FSC-Siegel wächst. Viele Kunden entscheiden sich bewusst für Produkte mit dem Holzzertifikat, weil sie wissen, dass damit Umwelt- und Sozialstandards gewährleistet sind.

Vertrauen ist hier ein hohes Gut. Wo FSC drauf steht, muss der Kunde sicher sein können, dass auch FSC drin ist. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern weltweit. Bei grundlegenden Rechten wie der Gründung und Mitgliedschaft in Gewerkschaften und Kollektivverhandlungen darf es keine Kompromisse geben. Wenn im Forst arbeitende Menschen reduziert werden auf einen ‚Kostenfaktor‘ oder sie zum Spielball politischer oder betrieblicher Interessen werden, dann gibt es weder soziale Aspekte noch Wertschätzung. In Deutschland gibt es immer wieder auftauchende Fälle illegaler Beschäftigung zu unterirdischen Dumpinglöhnen oder von unqualifizierten Arbeitern. Das zeigt: Hier ist noch eine Menge Arbeit zu tun.“

Die IG BAU ist Mitglied im Forest Stewardship Council (FSC). Die Vereinigung ist ein weltweit tätiges Zertifizierungssystem für Waldwirtschaft. Die FSC-Prinzipien garantieren, dass Holz- und Papierprodukte aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen. Die Standards schreiben vor, dass der Forst in seiner ökologischen Funktion erhalten bleibt, vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten geschützt werden und die Rechte der Arbeitnehmer und Ureinwohner gesichert werden.