Medien und Presse


IG BAU diskutiert Lösungen für eine gute Zukunft

Aktionstag der IG BAU-Frauen


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 05.08.2017
Begleitet von Musik und Aktionen füllten die Frauen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) heute eine neue Arche vor der Paulskirche in Frankfurt. Aufgenommen werden Werte und Visionen für eine gute Zukunft. Anstelle eines neoliberalen „Weiter-so“ ist den Gewerkschafterinnen wichtig, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen.

„Die Debatte darüber, wie wir morgen leben wollen, wird in Deutschland zu wenig geführt. Wer behauptet, uns gehe es so gut wie nie, ignoriert die globalen Probleme, aber auch die Reichtumsverteilung in unserem Land und die wachsende Zahl von Menschen, die von der Wohlstandsentwicklung abgekoppelt sind. Vor dem Hintergrund von Digitalisierung müssen wir darüber reden, wie die Arbeit der Zukunft gestaltet und verteilt werden soll. Dazu gehört auch die unbezahlte Arbeit in der Familie und ehrenamtliches Engagement. Wir brauchen Lösungen, wie soziale Sicherung und ein gutes Leben für alle gewährleistet werden kann“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux anlässlich des Aktionstags.

Die IG BAU-Frauen wollen eine breite Debatte darüber, wie dieser Weg aussehen soll. Deshalb tragen sie ihre Vorstellungen auf die Straße und diskutieren mit Passanten. Sie fragen, wie Armut, Ausbeutung, Unterdrückung, Krieg und Naturzerstörung überwunden werden können. Die Antworten sammeln sie auf Kartons - konkrete Forderungen wie etwa eine Wirtschaft, die sich anstatt an Profit am Gemeinwohl orientiert, eine generelle 30-Stunden-Woche oder ein bedingungsloses Grundeinkommen. Mehr als sechs Jahre setzen sich die IG BAU-Frauen bereits mit der Frage auseinander „Wie wollen wir leben?“. Um Visionen einer anderen Gesellschaft zu entwickeln, haben sie Schwerpunkte gesetzt: Geld, Arbeit, Glück, Zeit, Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben. In vielen Veranstaltungen haben sie recherchiert, analysiert und in Diskussionen ihre eigenen Positionen dazu entwickelt. „Vieles sehen wir klarer, vielleicht auch radikaler und konsequenter im Hinblick auf das, was uns wirklich wichtig ist und wofür wir einstehen“, sagte die IG BAU-Bundesfrauensekretärin Sylvia Honsberg.