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IG BAU fordert 5,5 Prozent mehr Lohn für Forst-Beschäftigte in Hessen


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 06.03.2015
Die Forstgewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert für die rund 1000 Beschäftigten des Landesbetriebs Hessen-Forst 5,5 Prozent mehr Lohn. Gleichzeitig sollen sachgrundlose Befristungen ausgeschlossen werden. Die Zahl der bereits bestehenden befristeten Arbeitsverträge soll per Vereinbarung reduziert werden. Zudem fordert die IG BAU deutliche Verbesserungen für Auszubildende.

Ihre Vergütung soll um 100 Euro monatlich steigen und der Urlaub 30 Arbeitstage betragen sowie ihre Übernahme verbindlich geregelt werden. Das Tarifergebnis muss zeit- und wirkungsgleich auf Beamte übertragen werden.

Die IG BAU sieht den Umgang des Landes Hessen mit seinen Forst-Beschäftigten kritisch. Es besteht inzwischen eine erhebliche Gehaltslücke zu anderen Arbeitgebern. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft verdienen Landesbeschäftigte im Forst drei Prozent weniger. Der Abstand zu Entgelten im öffentlichen Dienst beträgt derzeit durchschnittlich rund 117 Euro.

„Das Land Hessen darf den Anschluss an die allgemeine Einkommensentwicklung nicht verlieren und muss sich stärker um den Nachwuchs kümmern“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum. „Der reflexhafte Verweis auf leere Kassen ist gerade bei der Steuerverschwendung in Hessen, wie etwa dem Flughafen in Kassel, Hohn in den Ohren der Beschäftigten. Wenn es nach Kassenlage ginge, müssten die Arbeitnehmer stets Geld mitbringen. Fakt ist aber, dass die Steuereinnahmen steigen und auch für die kommenden Jahre ein deutliches Steuerplus zu erwarten ist. Wer bei diesen Rahmenbedingungen die Beschäftigten des Landes von der Einkommensentwicklung abkoppelt, setzt ein riskantes Signal. Jeder kluge junge Kopf wird sich genauestens überlegen, ob er sich bei einem Arbeitgeber verpflichtet, der ihn unter ein rein ideologisch begründetes Besoldungsdiktat zwingt.“