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IG BAU fordert Abschaffung des Befristungsunwesens


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 16.03.2014
Anlässlich der morgen stattfindenden (für die Red.: Montag, 17. März 2014) öffentlichen Anhörung zur sachgrundlosen Befristung vor dem Bundestagsausschuss Arbeit und Soziales fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) die Regierungsparteien auf, dieses Instrument schnellstens abzuschaffen.

Der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger sagte: „Das Unwesen von sachgrundlosen Befristungen hat immer stärker um sich gegriffen. Inzwischen ist fast jede zweite Neueinstellung befristet. Bei jungen Menschen liegt die Quote sogar deutlich höher. Dabei bringen die Befristungen den Unternehmen keinen Vorteil. Sie sind schon ohne dieses Instrument dank gelockertem Kündigungsschutz und langer Probezeit in Personalfragen flexibel.

In der Baubranche beschäftigt die Mehrzahl der Betriebe nur zehn oder weniger Mitarbeiter. Die Beschäftigten dort genießen gar keinen Kündigungsschutz. Dagegen wirken die ausufernden Befristungen für die betroffenen Arbeitnehmer extrem belastend. Sie haben keinen Planungsspielraum für ihre Zukunft. Entscheidungen, wie die Gründung einer Familie oder große Anschaffungen, werden so zwangläufig auf die lange Bank geschoben.

Zudem erleben viele die Befristung als Erpressungsversuch, sich im Betrieb unterzuordnen und selbst bei gröbsten Verstößen gegen Gesetze und Tarifbestimmungen nichts zu sagen. Die Angst, nach der Befristung auf der Straße zu stehen, wird zum Teil bewusst geschürt und ausgenutzt, damit Beschäftigte etwa unbezahlte Überstunden oder Urlaubkürzungen widerspruchlos hinnehmen.“

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