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IG BAU fordert Drei-Punkte-Plan für eine gerechtere Verteilung


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 20.02.2016
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert, dass sich Reiche stärker an der Finanzierung des Gemeinwohls beteiligen müssen. Anlässlich des heutigen Welttags für soziale Gerechtigkeit sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger: „Die Konzentration von Reichtum wächst und hat auch in Deutschland längst die Schwelle des Vertretbaren überschritten.

Wenn das obere Zehntel hierzulande mehr als die Hälfte des Nettovermögens besitzt, und die Kluft zwischen Arm und Reich stetig wächst, kann das auf Dauer nicht gut gehen. Die Politik muss die Verhältnisse wieder vom Kopf auf die Füße stellen und für mehr Verteilungsgerechtigkeit sorgen.“

Knapp 5000 Deutsche besitzen laut DGB ein Vermögen von mindestens 50 Millionen US-Dollar. Damit rangiert Deutschland auf Platz vier unter den Staaten mit den meisten Ultra-Reichen. Im internationalen Vergleich werden hohe Vermögen, Einkommen und Erbschaften hierzulande steuerlich stark geschont. Die damit verbundene Hoffnung auf steigende Privatinvestitionen hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Wegen der stetigen globalen Krisengefahren halten die Superreichen ihr Geld zusammen und erhöhen die ökonomischen Risiken damit noch zusätzlich.
Um Reiche wieder angemessen an Investitionen in bezahlbare Wohnungen, Infrastruktur und Bildung zu beteiligen und damit den Wohlstand aller zu erhöhen, fordert die IG BAU einen Drei-Punkte-Plan:

  1. Die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer,
  2. höhere Steuern auf große Erbschaften und
  3. die Abschaffung der pauschalen Abgeltungssteuer auf Vermögenseinkommen!