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IG BAU fordert Erhöhung des Mindestlohns in West und Ost

Mindestlohn-Tarifrunde im Bauhauptgewerbe


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 28.06.2017
In der anstehenden Mindestlohn-Tarifrunde für das Bauhauptgewerbe fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) die faire Erhöhung der Mindestlöhne und gleiche Mindestlöhne Ost und West für Helfer und Baufacharbeiter. Dies bestätigte die Bundestarifkommission der IG BAU am Montag in Wiesbaden einstimmig.

„Mindestlöhne in der Baubranche haben sich bewährt. Sie wirken wettbewerbsordnend und kommen damit auch den Unternehmen zugute. Betriebe aus West- und Osteuropa müssen sich an die Lohnuntergrenze am Bau halten,“ sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers.

„Der Mindestlohn kann aber nur wirken, wenn er auch durchgesetzt wird. Dafür wurde die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll geschaffen. Sie ist aber chronisch unterbesetzt. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble weigert sich, die Stellenzahl auf das erforderliche Maß aufzustocken. Es ist klar, dass damit Missbrauch Tür und Tor geöffnet wird. Schäuble muss jetzt endlich handeln und die Stellen auf mindestens 10 000 Stellen erhöhen. Wer dem Treiben tatenlos zusieht, der leistet Beihilfe zum Lohndumping.“

Die Tarifrunde für den Mindestlohn am Bau startet am 15. August 2017 in Wiesbaden.